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Editorial

Perlen vor der Haustür

Als Kind habe ich Sonntagsspaziergänge gehasst, heute liebe ich sie. Denn jeder Spaziergang ist auch eine Gelegenheit, die Schönheiten der Natur in der eigenen Region, vor der Haustür, zu entdecken. So wie letzthin diesen wunderbaren Karpfenweiher in einem ruhig gelegenen Tälchen unserer Wohngemeinde.

Es handelt sich nicht einfach um einen Fischweiher, sondern um ein eigentliches Naturbiotop. Am Teichrand wachsen Wildrosen und einheimische Sträucher. In den Feuchtwiesen rund herum blühen botanische Schönheiten. Trockenmauern, Stein- und Asthaufen bieten allerlei Getier einen Unterschlupf.

Der Weiher ist in Privatbesitz, aber Teil des Projekts «Karpfen pur Natur». Verschiedene Naturschutzvereine aus der ganzen Region haben den Bau unterstützt. Eine Vielzahl von freiwilligen Helfern half hier also mit, ein Rückzugsgebiet für Tier- und Pflanzenarten zu schaffen, die es ansonsten schwer haben.

Von diesen lokalen Naturschützerinnen und Naturschützern gibt es Tausende in der Schweiz. Sie befreien Wälder und Weiher von Unrat. Sie hängen Nistkästen auf und legen Hecken an. Sie organisieren Vorträge und Exkursionen. Und sie wehren sich, wenn ein Biotop durch Überbauungspläne bedroht ist.

All diesen Menschen ist der Schwerpunkt dieser «Tierwelt»-Ausgabe gewidmet. Ab Seite 10 gehen wir der Frage nach, wie breit abgestützt die drei grössten Naturschutzorganisationen der Schweiz sind – und wir stellen einen lokalen Vogelschutzverein, eine freiwillige WWF-Helferin und ein Freiwilligenprojekt von Pro Natura vor.

Selbstverständlich, liebe Leserin, lieber Leser, wird nicht nur in Naturschutzvereinen viel für Tiere und ihre Lebensräume getan. Auch Einzelpersonen wie Eva Karrer leisten wertvolle Arbeit. Die 53-Jährige hat in Bülach ZH eine Pflegestation aufgebaut, in der sie verwaiste Eichhörnchenbabys pflegt und auf ihre Auswilderung vorbereitet. Ich wünsche Ihnen eine gute Lektüre.

 Simon Koechlin, Chefredaktor

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