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Editorial

Die Wollmilchsau

Schon manch einer hat sich eine eierlegende Wollmilchsau gewünscht. Ein Nutztier also, das alles liefert, was das Herz begehrt. Ein solches Hybridtier existiert natürlich nicht. Aber im Grunde hat der Mensch schon vor 10 000 Jahren ein Tier domestiziert, das dieser Idealvorstellung erstaunlich nahekommt: das Schaf.

Man versuche sich mal vorzustellen, was in den Köpfen unserer Ahnen vorging, als vor ungefähr 5000 Jahren die ersten Wollschafe aus Vorderasien ins Gebiet der heutigen Schweiz gebracht wurden. Fleisch zum Essen, Milch zum Trinken und Wolle, um Kleider herzustellen – alles von einem einzigen Tier! 

Es gibt aus jener Zeit natürlich keine schriftlichen Überlieferungen, aber man darf guten Gewissens davon ausgehen, dass Schafe damals einen ungeheuren Wert hatten. Für die Alten Griechen war das Schaf das wichtigste Nutztier überhaupt, laut Überlieferungen sollen sie jedem Tier einen Namen gegeben haben.

In der Schweiz ist das Schaf zudem eng verbunden mit einer unserer wichtigsten Kulturlandschaften: der Alpwiese. Funde zeigen, dass Älpler schon vor rund 1000 Jahren Schafe in den Berggebieten sömmerten. Ohne diese Tiere wäre heute so manche Alpweide ein Gestrüpp oder ein Waldstück.

In der jüngeren Vergangenheit glich die Schafhaltung einem Auf und Ab. Mal kamen die Rinder in Mode, mal machte Billigwolle aus Übersee dem Schafwollpulli Konkurrenz. Doch immer erholte sich die Schafhaltung – und erfand sich neu. Und genau dies muss sie auch heute tun.

Denn, liebe Leserin, lieber Leser, seit einigen Jahren zeigt die Schafbestandskurve in der Schweiz steil nach unten. In unserem Fokusthema ab Seite 10 erfahren Sie die Gründe dafür. Und Sie lesen von einem innovativen Quereinsteiger, der mit seinen Ideen der Schafhaltung im Walliser Lötschental neue Impulse verleiht. Ich wünsche Ihnen gute Unterhaltung mit der «Tierwelt»!

 Simon Koechlin, Chefredaktor

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