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Editorial

Käuze, Katzen und Kuh-Floskeln

Heute morgen habe ich ihn nicht gehört, wahrscheinlich ist es noch zu früh im Jahr. Aber ich bin mir sicher: Im Spätwinter und Frühling wird mich der Ruf des Waldkauzes (jene Eule, die Sie, liebe Leserin, lieber Leser, auch auf der Titelseite sehen) wieder auf meinem frühmorgendlichen Arbeitsweg begleiten.

Zugegeben: Ein bisschen schauerlich klingt dieses «Hu Huuu» schon, das dann jeweils von der anderen Seite eines Feldes aus dem Wald erschallt. Trotzdem mag ich es. Denn in der morgendlichen Stille klingt es für mich jeweils fast so, als würde das Käuzchen mir allein ein Zeichen geben, dass es noch da ist.

Zwar ist der Waldkauz die häufigste Eule der Schweiz. Doch ein Allerweltsvogel ist er deswegen noch lange nicht. Auf 6000 bis 8000 Brutpaare schätzt die Vogelwarte Sempach seinen Bestand in ihrem aktuellen Brutvogelatlas. Und weil er nachtaktiv ist wie die meisten Eulen, erscheint er uns oft als geheimnisvolle Rarität.

In dieser Ausgabe der «Tierwelt» stehen der Waldkauz und seine Verwandten im Fokus. Ab Seite 10 berichten wir darüber, wie Forscher untersuchen, welche Faktoren dafür sorgen, dass Schleiereulen den Winter überleben – oder eben nicht. Wir präsentieren Ihnen die acht Eulenarten, die in der Schweiz brüten. Und wir gehen ein auf die Bedeutung der Eule in Geschichte und Kultur.

Auf Seite 20 findet zudem unsere vierteilige Serie zur Kulturgeschichte der Katze ihren Abschluss. Die alten Ägypter verehrten sie, die Römer verspotteten sie, die Menschen des Mittelalters hielten sie für durchtrieben. Im England des 19. Jahrhunderts nun bekam die Katze endlich den Platz, der ihr gebührt: jenen auf dem Sofa.

Kühe, Ziegen oder Schweine erhalten keine derart bequemen Liegeplätze. Wichtig sind sie trotzdem. Davon zeugen die Redens­arten, in denen wir Nutztiere verewigt haben. Auf Seite 24 lesen Sie einige davon. Ich wünsche Ihnen eine kurzweilige Lektüre!

 Simon Koechlin, Chefredaktor

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