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Editorial

Sherlock Schaf

Ich bin ein ziemlich zäher Leser. Dass Menschen ein Buch schon nach wenigen Seiten weglegen, bloss weil es sie nicht vom ersten Absatz an packt, kann ich nicht verstehen. Noch heute ziehe ich einen guten Freund auf, weil er einst bei Dostojewskijs «Brüdern Karamasow» nicht über Seite 50 hinauskam.

Vor einigen Jahren allerdings habe auch ich mich des «Buch-nicht-fertig-Lesens» schuldig gemacht. Ich hatte einen Krimi gekauft (oder geschenkt bekommen, ich weiss es nicht mehr), in dem eine Schafherde auf die Suche nach dem Mörder ihres Schäfers geht. 

Es war sprachlich und inhaltlich – sagen wir es mal so – nicht mein Fall. Ich quälte mich durch die ersten paar Seiten, musste mir dann aber eingestehen, dass diese Lektüre sogar für meine masochistische Leseader zu viel war. Ich legte es nicht nur zur Seite, sondern entsorgte es – etwas, das ich kaum je tue mit Büchern.

Sie sehen, liebe Leserin, lieber Leser, ich habe ein durchaus gespaltenes Verhältnis zum Schwerpunkt-Thema der vorliegenden Ausgabe. Tiere in der Literatur: das kann schnell schiefgehen.

Wenn Schafe oder Katzen ermitteln, müssen die Figuren und
die Handlung meisterhaft konstruiert sein, damit die Geschichte nicht ins Lächerliche kippt.

Manche Autoren beherrschen diese Kunst natürlich. Wir haben in unserem Fokus einige Beispiele von wirklich lesenswerten Romanen zusammengetragen, in denen Tiere eine Hauptrolle spielen. Und eine Expertin erklärt, weshalb in fast allen Kinderbüchern Tiere vorkommen: Es handelt sich um einen Kniff, der es Kindern
ermöglicht, Gefühle wie Angst oder Eifersucht besser zu begreifen.

Letztlich aber bleibt Literatur Geschmackssache. Was ich ungelesen zur Seite lege, findet ein anderer toll. Der Schafkrimi etwa, den ich schrecklich fand, wurde allein in Deutschland 1,5 Millionen Mal verkauft. Es soll sogar Pläne geben, ihn zu verfilmen. Vielleicht schaue ich ja dann mal rein. 

Ich wünsche Ihnen eine spannende «Tierwelt»-Lektüre.

 

 Simon Koechlin, Chefredaktor

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