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Editorial

Gut erfunden, oder wahr?

Ich bin eher der rationale Typ. Verschwörungstheorien sind mir suspekt, an Homöopathie, Spagyrik und dergleichen glaube ich nicht und wenn jemand erzählt, ein Pendler oder Wünschelrutengänger habe auf seinem Grund und Boden Wasseradern aufgespürt, dann werde ich misstrauisch.

Ich würde auch niemals ernsthaft in Erwägung ziehen, dass Nessie, Yeti oder Bigfoot existieren könnten. Trotzdem halten Sie, liebe Leserin, lieber Leser, heute ein Heft in der Hand, in dessen Schwerpunktthema es um genau diese Gestalten geht. Um unbekannte, manchmal fabelhafte Wesen, denen sogenannte Krypto­zoologen nachspüren.

Denn ich muss gestehen: Das Thema fasziniert mich. Zum einen widerspiegelt es die menschliche Natur. Unseren Forscherdrang, unsere Fantasie, unsere Lust, Geschichten zu erzählen und erzählt zu bekommen. Zum anderen gibt es durchaus Kryptozoologen, die sich nicht einfach als Spinner abstempeln lassen.

Einer von ihnen war Bernard Heuvelmans, ein inzwischen verstorbener belgischer Zoologe, der als Begründer der Kryptozoologie gilt. Ein halbes Jahrhundert lang hat er akribisch nach Hinweisen auf 150 unbekannte, umstrittene Tierarten gesucht – Berichte kopiert, Fotos gesammelt, Fussabdrücke in Gips gegossen.

Heuvelmans’ Nachlass liegt im Zoologischen Museum in Lausanne. Museumsdirektor Michel Sartori hat ihn mir gezeigt, und mir viel Spannendes über Fantasie- und andere Gestalten erzählt. In unserem Fokus ab Seite 10 lesen Sie zudem von einem Nessie-Jäger in Schottland und von Schweizer Fabelwesen.

Dass Fantasie und Wirklichkeit oft näher liegen, als man denkt, zeigt übrigens ein Fund auf den Salomon-Inseln: Forscher entdeckten dort neulich eine neue Rattenart, die einen halben Meter lang wird. Einheimische hatten schon lange von ihr erzählt und sie in Kinderliedern besungen. Ein Fabeltier also, das real geworden ist. Ich wünsche Ihnen eine gute Lektüre.  

Simon Koechlin, Chefredaktor

Bauern mit Leib und Seele

Schweizer Landwirte haben einen schweren Stand: Sie arbeiten hart und verdienen trotzdem nicht viel. Regisseur Daniel Künzi porträtiert in seinem Film drei Bauernfamilien und gewährt intime Details in ihrem Alltag. 

Nessie, Yeti, Bigfoot: Das Archiv der Fabelwesen

Gibt es Yeti, Bigfoot oder Nessie? Kryptozoologen hoffen es sehr – und suchen unverdrossen nach Belegen dafür. Die grösste Sammlung mit Hinweisen auf solche Fantasiegestalten lagert in Lausanne.

Aus dem Leben eines Gänsevaters

Michael Quetting berichtete am kantonalen Kleintierzüchtertag von Kleintiere Zürich über seine Erlebnisse als Vater von sieben Graugänsen – von der Brutzeit bis hin zum wehmütigen Abschied von seinen «Kindern».

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