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Editorial

Ratten und Rehe

Ich erinnere mich noch an die grosse Zeit der Farbratten. Vorher hatte man sich geekelt vor Ratten, nun fand man sie ganz süss. Und plötzlich gab es – zumindest in meinem Bekanntenkreis – jede Menge stolzer Rattenhalter. Menschen, die jetzt statt einer Katze zwei oder drei Farbratten als Haustiere hielten.

Ehrlich gesagt: Ich selber möchte keine Ratten in meinem Haus. Aber als ich damals bei einer Halterin erstmals eine Farbratte auf den Händen hatte – und auf der Schulter und dem Kopf und wo auch immer sie hinwuselte –, da verstand ich, was die Menschen an diesen Tieren begeistert.

Farbratten sind kein bisschen schmutzig oder stinkend, wie man das wegen der Berichte über Kanalratten automatisch in seinem Gehirn gespeichert hat. Sie sind weich, possierlich, neugierig und können ziemlich anhänglich werden, wenn man sich mit ihnen beschäftigt. Es gibt sogar viele Halterinnen und Halter, die ihren Farbratten Tricks und Kunststückchen beibringen.

Farbratten sind längst nicht die einzigen Kleinnagetiere, die sich zur Haustierhaltung eignen. Im Fokus dieser Ausgabe ab Seite 10 stellen wir ihnen eine ganze Palette an Mäusen, Ratten, Hamstern und Verwandten vor. Wir sagen Ihnen auch, was es bei der Haltung von Kleinnagern zu beachten gilt – und wir haben eine Frau besucht, deren Hobby die Zucht von Teddyhamstern ist.

Viel beliebtere Hobbys als die Hamsterzucht sind das Joggen und das Mountainbiken – Sportarten in der freien Natur. Wenn ich bei uns im Wald joggen gehe, begegne ich meist nicht vielen Menschen. Aber in grossen Agglomerationen ist das wohl anders: Dort sind Naherholungsgebiete derart überfüllt, dass laut Forschern der Bewegungsradius von Rehen deutlich eingeschränkt ist. Lesen Sie mehr auf Seite 26.

In diesem Sinne, liebe Leserin, lieber Leser: Tragen Sie Sorge – zu sich, aber auch zu unseren Mitgeschöpfen im Wald oder im Nagerheim. Ich wünsche Ihnen eine gute Woche!

 Simon Koechlin, Chefredaktor

Sandbad, Rad und Ruhekörbchen

Werden Kleinnager zahm? Sind sie besser in Käfigen oder in Terrarien untergebracht? Das Wichtigste zur Kleinnagerhaltung. 

Jogger und Biker bringen das Reh in Bedrängnis

Wildtiere sind in Naherholungsgebieten besonderen Belastungen ausgesetzt. Das zeigt eine neue Studie, in der Forscher die Reaktion von Rehen auf Jogger und Mountainbiker untersuchten. Braucht es Wildruhezonen auch in den Agglomerationen?

Diese Ausstellung ist kein Mist

Auf dem Ballenberg sind zurzeit die Kühe los. Nicht nur auf der Weide, sondern auch im Rahmen einer Sonderausstellung. Diese beleuchtet die Beziehung der Schweizer zu ihrem inoffiziellen Nationaltier und zeigt rund tausend Exponate rund um die Kuh.

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