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Editorial

Fortschritt durch Technik

Zum Stichwort «Tierwanderungen» kommen mir als Erstes die unzähligen Gnus, Zebras und Antilopen der Serengeti in den Sinn. Sie und viele weitere Herdentiere nehmen auf der Suche nach Wasser und saftigem Gras unglaubliche Strapazen und Strecken von beinahe tausend Kilometern auf sich. Naturdokumentationen zeigen in spektakulären Bildern vor allem die dramatischen Flussüberquerungen, bei denen es um Leben und Tod geht.

Deutlich weniger mediale Aufmerksamkeit bekommen dagegen andere Tierarten, die ebenfalls auf Wanderschaft gehen und nicht in Afrika beheimatet sind. Zu ihnen gehört mit dem Rothirsch auch ein Vertreter, der in der Schweiz zu Hause ist. Allerdings lässt er es hierzulande deutlich gemütlicher angehen als in anderen Ländern.

Das haben wissenschaftliche Untersuchungen mit modernen GPS-Senderhalsbändern ergeben. Zu welchen Resultaten die Wildtierbiologen noch gekommen sind, erfahren Sie in unserem Schwerpunkt ab Seite 10. Darin verraten wir Ihnen auch, welche Tiere wo und wie weit auf dem gesamten Erdball wandern.  

Nun fragen Sie sich vielleicht, woher man das so genau weiss.
Auch hier spielt der technische Fortschritt die entscheidende Rolle. Denn mittlerweile liefert eine Antenne auf der Internationalen Raumstation ISS zuverlässige Daten über den Standort und das Wanderverhalten von Tieren aller Art. 

Das millionenteure Projekt ist durchaus sinnvoll. Es dient dem Naturschutz, weil durch die gezielten Beobachtungen zum Beispiel Sammelplätze von Watvögeln unbebaut bleiben können. Und auch der Mensch profitiert von der Überwachung aus dem Weltall. Etwa, wenn Plagen durch Heuschreckenschwärme frühzeitig erkannt und Ernteausfälle dadurch eingedämmt werden würden.

Um Forschung geht es auch im Porträt. Interessiert es Sie, liebe Leserinnen und Leser, warum die lästigen kleinen Fruchtfliegen für den Biologen Richard Benton von grosser Bedeutung sind? Dann blättern Sie auf Seite 18. Eine lehrreiche Lektüre wünscht 


Oliver Loga, Stv. Chefredaktor

 

 

Der Blick aus dem Weltall

Eine neue Antenne auf der Raumstation ISS kreist um die Erde, um die Wanderungen von Tieren aller Art zu verfolgen. Das soll dem Naturschutz dienen – aber auch dem Menschen. 

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