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Editorial

Anfänger statt Fänger

Als Bub angelte ich ein paar Mal im Hallwilersee. Mein Cousin, der dort wohnte, war geübt – und ich durfte ihn jeweils begleiten. Ich habe eher bruchstückhafte Erinnerungen an diese Ausflüge: die Kälte, die uns frühmorgens unter die Kleider kroch, oder einen Haken, der sich hoch in einer Weide verfing.

Aber grundsätzlich lief die Anglerei fast immer nach dem gleichen Muster ab. Wir sassen ein, zwei Stunden am See, fingen nichts und kehrten zum Morgenessen unterkühlt und unverrichteter Dinge nach Hause zurück. Die wenigen Male, die wir etwas fingen, bissen die Fische natürlich nicht beim Anfänger.

So ist es nicht verwunderlich, dass ich das Hobby Angeln mit der Zeit immer mehr aus den Augen verlor. Die Angelrute, die mir meine Eltern einst geschenkt hatten, sah ich nur, wenn ich wieder einmal zügelte. Dazwischen blieb sie jahrelang in irgendeiner Ecke eines Zimmers liegen.

Bis wir vor ein paar Jahren mit Freunden ein Pfingstwochenende auf einem Zeltplatz im Elsass verbrachten. Einer von uns ist ein ganz passabler Fischer – und er drängte darauf, dass wir uns das Abendessen in einem der zahlreichen Karpfen- und Forellenteiche der Region selber fischen sollten.

Und so fuhren wir frühmorgens mit unseren Töchtern an einen Teich – und er weihte uns in die Geheimnisse der Anglerei ein. Genützt hat es allerdings nicht viel: Nach einigen Stunden zottelten wir unverrichteter Dinge wieder ab. Erst als wir ein paar Jahre später erneut ins Elsass fuhren, bissen endlich ein paar Forellen – allerdings (wer hätte das gedacht) nicht bei mir.

Das Angeln, liebe Leserin, lieber Leser, ist das Schwerpunktthema dieser «Tierwelt»-Ausgabe. Ab Seite 10 lesen Sie, welche Utensilien und welche Ausbildung es braucht, um dieses Hobby auszuüben. Weshalb in der Schweiz immer mehr Fischer immer weniger Fische fangen. Und weshalb Fischer auch Naturschützer sind. Ich wünsche Ihnen eine gute Lektüre.

 Simon Koechlin, Chefredaktor

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