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«Bailey. Ein Freund fürs Leben»

Ein Hund drückt auf die Tränendrüse

Unterhaltung | Mittwoch, 22. Februar 2017, Oliver Loga

Der Familienfilm «Bailey. Ein Freund fürs Leben» erzählt die Geschichte eines Hundes aus seiner Perspektive. Er wird mehrfach wiedergeboren und landet bei verschiedenen Frauchen und Herrchen. Auf Zuschauer warten 100 Minuten voller Emotionen.

Dass Filme mit Tieren in der Hauptrolle grosse Emotionen wecken können, haben unter anderem der Delfin Flipper, der Langhaarcollie Lassie oder der Orca Willy bewiesen. Dem Red Retriever Bailey gelingt das ebenfalls, und zwar von der ersten Minute an. Gleich zu Beginn liegt er nämlich als halb verdursteter Welpe in einem aufgeheizten Auto. Der achtjährige Junge Ethan und seine Mutter entdecken den entkräfteten Hund und schlagen beherzt die Scheibe ein, um ihn zu retten. Von nun an sind Ethan und Bailey unzertrennliche Freunde. Gemeinsam überstehen sie sogar einen Hausbrand und Ethans ersten grossen Liebeskummer.

Doch es kommt der Tag, an dem Baileys Nieren versagen und – Achtung, Nastücher bereithalten – der treue Freund in Ethans Armen stirbt. Damit endet aber nur sein Leben als Red Retriever. Bailey wird als Schäferhündin wiedergeboren und arbeitet für die Polizei. Seine Erinnerung an Ethan erlischt dabei nie, auch nicht nach weiteren Reinkarnationen. Dann geschieht etwas, wonach sich der Zuschauer im Kinosessel sehnt, Bailey findet als eine Mischung aus Australian Shepherd und Bernhardiner sein erstes Herrchen, den in die Jahre gekommenen Ethan, endlich wieder. Bailey, der jetzt Buddy heisst, setzt alles daran, dass es wieder so wie früher wird. 

50 Jahre durch die Augen eines Hundes
Der Film «Bailey. Ein Freund fürs Leben» basiert auf dem Bestsellerroman «Ich gehöre zu dir» (Originaltitel: «A Dog’s Purpose») von W. Bruce Cameron. Ein Stoff wie gemacht für den schwedischen Regisseur Lasse Hallström, der schon mit «Hachiko» einen herzzerreissenden Hundefilm auf die grosse Leinwand brachte. Auch dieses Mal inszeniert er eine berührende Geschichte rund um den Hund Bailey, der den Sinn seiner eigenen Existenz im Leben der Menschen findet und ihnen das Lachen und die Liebe nahebringt. Die Kinobesucher erleben ab 1962 fünf Jahrzehnte durch die Augen eines treuen Hundes und begleiten ihn auf einer spannenden, bewegenden Reise.

Wer ein Herz für Aussenseiter hat und ein Verhalten begreifen möchte, das uns Menschen irrational erscheint, der kann sich bestens mit dem Dasein und den Gefühlen eines Hundes identifizieren», sagt Lasse Hallström, der den Tiertrainer Mark Forbes in den gesamten USA nach dem perfekten Bailey suchen liess. «Wir brauchten einen Hund, der sich trainieren lässt und das richtige Aussehen mitbringt, das auf einen tollen Charakter schliessen lässt», erzählt Forbes. «In Arkansas hatten wir schliesslich Glück und erstanden bei einem Jagdhundzüchter unseren Red Retriever.»

Eine gute Wahl, wie sich herausstellte. Weniger glücklich ist dagegen eine Szene bei den Dreharbeiten, die im Internet kursiert und von Tierschützern kritisiert wird. Im Mittelpunkt steht ein Schäferhund, der nicht in ein sprudelndes Wasserbecken springen will, von einem Betreuer aber so lange geschoben wird, bis der Hund fast drin ist – und dann sichtlich verängstigt hinausklettert. Der Regisseur Hallström beteuert, von dem Vorfall nichts mitbekommen zu haben und kündigte gründliche Untersuchungen an. Die Verantwortlichen würden bestraft. Und der betroffene Hund sei «glücklich und gesund».

Bailey. Ein Freund fürs Leben», Familienfilm, 100 Minuten, Verleih: Ascot Elite, ab 23. Februar im Kino.

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