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«Das Dschungelbuch»

Alter Kinohit setzt neue Massstäbe

Unterhaltung | Dienstag, 12. April 2016, Oliver Loga

Generationen sind mit dem «Dschungelbuch» aufgewachsen. Nun kommt der Disney-Klassiker erneut in die Kinos. Die Handlung ist fast unverändert. Dafür sind die Tiere so naturgetreu animiert, als wären sie zu echtem Leben erwacht.

Mit verführerischer Stimme umgarnt die Schlange Kaa den Menschenjungen Mogli. Ihre grossen, rotierenden Augen hypnotisieren nicht nur Mogli, sondern ziehen auch den einen oder anderen mit 3-D-Brille ausgestatteten Kinobesucher in den Bann. Zum Glück unterbindet der gutmütige Bär Balu das gefährliche Treiben. Entspannt zurücklehnen, liegt trotzdem nicht drin. Schliesslich kann an jeder Ecke der furchteinflössende Tiger Shir Khan lauern. Seinen gewaltigen Tatzen und Krallen kommt man besser nicht zu nahe. Zum Glück gibt es noch den weisen Panther Baghira, der Ruhe und Sicherheit ausstrahlt. 

In der Neuverfilmung vom «Dschungelbuch» trifft der Zuschauer auf alle tierischen Protagonisten, die seit dem ersten Disney-Zeichentrickfilm 1967 die Herzen von Millionen von Zuschauern erobert haben. Doch dieses Mal erwacht der Dschungel mit seiner ganzen Pracht zu einem Leben, das kaum realistischer sein könnte. Schnell vergisst man dabei, dass nur der Mogli-Darsteller Neel Sethi aus Fleisch und Blut ist. Ermöglicht wird die täuschend echte Darstellung durch die moderne computeranimierte Technik. Sie kleidet die Dschungelbewohner in Gewänder, die aus der Natur stammen könnten. Deutlich weniger innovativ waren die Produzenten dagegen bei der Handlung. Zum Glück, denn die zeitlose Geschichte von Mogli, der von einem Wolfsrudel grossgezogen wird, begeistert auch heute noch. 

Musikalisch überzeugt erst der Abspann
Auf Druck von Shir Khan begibt sich Mogli auf eine gefährliche Reise. Der fiese Tiger will aber keine Ruhe geben, bis er den Jungen getötet hat. Doch damit nicht genug: Der hinterlistige Affenkönig Louie hat es ebenfalls auf Mogli abgesehen. Er möchte den Jungen mit allen Mitteln dazu bringen, ihm das Geheimnis der mysteriösen tödlichen roten Blume (Feuer) zu verraten. Als Mogli schliesslich erkennt, dass seine Stärke nicht nur in ihm selbst, sondern auch in seiner Verbundenheit mit dem Dschungel liegt, trifft er eine folgenschwere Entscheidung. 

Fan-Pakete zu gewinnen
Wer am Montag, 18. April um 10.15 Uhr unter der Telefonnummer 062 745 94 87 anruft, hat die Chance, eines von drei «Dschungelbuch»-Fan-Paketen zu gewinnen. Darin enthalten sind ein Badetuch, ein Kapuzenpullover und eine Trinkflasche. Viel Glück!

Basierend auf dem weltberühmten Roman von Rudyard Kipling hat sich «Das Dschungelbuch» in ein zeitgemässes, spektakuläres Actionmärchen verwandelt. Dem Regisseur Jon Favreau gelingt dabei eindrucksvoll der Spagat zwischen dem klassischen Inhalt und einem brillanten visuellen Erscheinungsbild. Nicht weniger Beeindruckend ist die schauspielerische Leistung von Neel Sethi als Mogli. Seine Interaktionen mit den animierten Tieren sind herausragend. 

Der einzige Minuspunkt sind die musikalischen Einlagen. Sie halten dem Vergleich mit den Originalliedern nicht stand. Wer diesbezüglich enttäuscht ist, sollte den Kinosaal nicht zu früh verlassen. Der Abspann lässt einen nämlich doch noch mit einem Ohrwurm fröhlich nach Hause gehen. Sonst wäre «Das Dschungelbuch» auch nicht «Das Dschungelbuch».

«Das Dschungelbuch», Animationsfilm, 100 Minuten, ab heute in den Schweizer Kinos.

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