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«Planet Erde»

Ein orchestriertes Naturspektakel

Unterhaltung | Dienstag, 1. Dezember 2015, Oliver Loga

Die Dokumentation «Planet Erde» hat Millionen von TV-Zuschauern begeistert. Im April 2016 sind die besten Szenen der Serie auf Grossleinwand im Zürcher Hallenstadion zu sehen – live begleitet von einem 80-köpfigen Orchester. Ein Fest für Augen und Ohren.

Fantastische Naturszenen und klassische Musik verschmelzen bei «Planet Erde – Live in Concert» zu einer perfekten Symbiose.

Schwungvoll hebt der Star-Dirigent Matthew Freeman seinen Taktstock. Die ersten Töne der Prager Philharmoniker erklingen. Gleichzeitig erscheinen auf einer 240 Quadratmeter grossen Leinwand Szenen von kleinen Eisbären und jungen Kaiserpinguinen. Das Spektakel aus Bild und Ton erzeugt sofort Gänsehaut und lässt einen vor Ehrfurcht fast erstarren. «Dieses grandiose Zusammenspiel begeistert mich immer wieder aufs Neue», sagt der Schweizer Moderator Max Moor, der bereits durch 22 Shows auf der diesjährigen Deutschland-Tournee führte. «Es ist mir bis heute rätselhaft, wie es das Orchester schafft, so perfekt auf die Bilder eingestellt zu sein.»

Tatsächlich werden die ohnehin schon gewaltigen filmischen Szenen musikalisch noch weiter verstärkt. Leise, zurückhaltende Tonfolgen begleiten Entenküken, die das erste Mal das Sonnenlicht erblicken und ihre ersten, tapsigen Schritte wagen. Dramatische Streicher- und Paukenklänge ertönen dagegen, wenn ein Weisser Hai majestätisch aus den Tiefen des Meeres durch die Wasseroberfläche bricht, um einen verzweifelten Seehund zu jagen. «Bei Planet Erde wird nichts geschönt. Die Show bildet die Realität der Natur ab. Das fasziniert mich enorm», sagt Moor.

Mehr als fünf Jahre dauerten die Dreharbeiten für die preisgekrönte BBC-Serie. 40 Kamerateams filmten an über 200 Orten unter Wasser, aus der Luft und an Land. Für «Planet Erde – Live in Concert» wurden über 10 000 Stunden Filmmaterial auf 120 Minuten komprimiert. 

Viel intensiver als vor dem Fernseher 
Den Zuschauer erwartet in zwölf Etappen eine akustisch-visuelle Expedition von den tiefsten Höhlensystemen der Welt bis zu den Himalaja-Gipfeln; von den Eiswüsten bis zum tropischen Dschungel und vom Kalahari-Ödland bis zu den Weiten unserer Ozeane. «Man erlebt die Bilder so intensiv, wie es vor dem Fernseher einfach nicht möglich ist», berichtet Max Moor, der vor seiner ersten Moderation mächtig nervös war. «Ich hatte absolut keine Ahnung, ob es gelingt und das Konzept beim Publikum ankommt.» 

Die Bedenken haben sich jedoch schnell in Luft aufgelöst. Alleine in Deutschland begeisterte die Show über 140 000 Besucher. Bald haben auch die Schweizer die Gelegenheit, dieses Spektakel zu erleben. Am 15. April verspricht «Planet Erde» im Zürcher Hallenstadion nicht nur ein Fest für die Sinne, sondern ein bewegendes Porträt unseres Planeten mit seiner ganzen Vielfalt und Schönheit. 

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