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Zürcher Ausstellung

Die Urahnen der Krokodile

Wildtiere, Unterhaltung | Montag, 5. Oktober 2015 14:00, sda

Vor Millionen von Jahren bevölkerten unzählige Urahnen der Krokodile die Erde. Das Zoologische Museum in Zürich widmet den archaisch anmutenden Reptilien und ihrer Entwicklungsgeschichte nun eine Sonderausstellung.

Über 230 Millionen Jahre alt ist die Entwicklungsgeschichte der Krokodile. Die Ausstellung «Das Krokodil im Baum» zeigt, weshalb gewisse urtümliche Arten ausgestorben sind oder welche Verwandten der Krokodile einst im Tessin lebten. Verschiedene Rekonstruktionen, Fossilien und Knochenfunde sind im Museum ausgestellt.

So können etwa Versteinerungen von Schädelknochen oder Kiefern und Zähne der Urzeitechsen bestaunt werden, wie die Universität Zürich am Montag mitteilte. Sie liefern Antworten auf die grundlegenden Fragen der Evolution der Krokodile und ihrer Verwandtschaft wie Kaimane, Alligatoren oder Gaviale.

Die Ausstellung zeigt auch, dass sich die Vorfahren des Krokodils auf erstaunliche Weise unterschieden. Während etwa der zwölf Meter grosse Purussaurus Riesennagetiere frass, ernährte sich der lediglich zwei Meter kleine Globidentosuchus von Muscheln. Die verschiedenen Krokodilspezies wurden speziell für die Ausstellung rekonstruiert.

Ticinosuchus ferox – ein Schweizer Zeitzeuge
Auch einen Schweizer Zeuge der Entwicklungsgeschichte gibt es in der Sonderausstellung zu entdecken. Der Ticinosuchus ferox ist ein hochbeiniger Verwandter der heutigen Krokodile. Er lebte vor etwa 240 Millionen Jahren im Tessin und ist in Originalgrösse zu sehen.

Auf einem Evolutionsbaum mit den verschiedenen Krokodilarten lassen sich zudem Fossilien von ausgestorbenen Panzerechsen mit heute noch lebenden Krokodilen vergleichen. Auffällig seien dabei die Grössenunterschiede von Zähnen oder Kiefern sowie Wirbel- und Oberschenkelknochen, schreibt die Universität.

Ein Film über das Nilkrokodil macht den Übergang in die heutige Zeit. Die Ausstellung «Das Krokodil im Baum» dauert bis zum 31. Januar 2016. Sie richtet sich nicht nur an naturwissenschaftlich Interessierte sondern auch an Familien und Schulklassen.

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