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Film

Rasantes Rennen mit einem Raben

Unterhaltung | Donnerstag, 30. Juli 2015, Jonas Baud

Schon zum zweiten Mal hat es ein Film über die beliebte Kinderbuch-Figur «Der kleine Rabe Socke» ins Kino geschafft. «Das grosse Rennen» ist ein rasant-humorvoller Zeichentrickstreifen, der für gute Unterhaltung sorgt.

Er trägt eine rot-weiss geringelte Socke, ist abenteuerlustig und chaotisch, aber trotzdem sehr liebenswürdig: ein kleiner Rabe, von allen «Socke» genannt. Aber diesmal hat er es übertrieben. Zusammen mit seinem Freund, dem Bären Eddi, schaut er sich im für den Winter prall mit Nahrungsmitteln gefüllten Vorratshäuschen um und kommt dabei auf die Idee, etwas zu naschen. Doch durch ein Missgeschick bringt er das baufällige Gebäude zum Einsturz und die Vorräte rollen allesamt in den unten gelegenen Fluss. 

Dumm gelaufen, sagt sich der tollpatschige Vogel. Er fürchtet sich schon sehr vor dem Zorn von Frau Dachs, die bald vom Holzsammeln zurückkehren wird. Doch dann entdeckt er auf einem Plakat, dass gleich ein grosses Rennen stattfindet: Als Hauptpreis locken 100 Goldtaler. Das bringt Rabe Socke auf eine sehr gute Idee: Er könnte ja dort mit seiner Seifenkiste mitmachen, den Sieg holen und mit dem Geld die verloren gegangenen Vorräte ersetzen – am besten noch bevor Frau Dachs etwas davon merkt! Gesagt, getan. Er rechnet sich gute Chancen aus, denn er ist immerhin zweifacher Waldmeister (allerdings ohne Konkurrenz). Am Start entdeckt der kleine Rabe mit Schrecken, dass auch der Weltmeister aus Peru teilnimmt, ein Papagei mit dem Namen «Rasender Rinaldo». Das schreckt Socke aber nicht ab: Schliesslich muss er dafür sorgen, dass die Waldbewohner im Winter nicht an Hunger leiden müssen, nur weil er so ungeschickt ist.

Liebevoll gezeichnete Tierfiguren 
Wie das Rennen ausgeht, wird an dieser Stelle natürlich nicht verraten. Auf Rabe Socke wartet aber viel Spektakel – seinem eigenen Motto «wer bremst, verliert» wird er definitiv gerecht. Doch er muss mit unerwarteten Gefahren und Manipulationsversuchen kämpfen. Der sympathische Vogel schliesst aber überraschende neue Bekanntschaften und es wird ihm deutlich bewusst, dass gute Freunde und Zuneigung mindestens gleich viel wert sein können wie Ruhm und Ehre und alles Geld der Welt.

«Der kleine Rabe Socke» wurde von Autorin Nele Moost und Illustratorin Annet Rudolph kreiert. Die Vogelfigur erfreut sich seit Jahren bei Kindern grosser Beliebtheit. Es sind bereits über 40 «Socke»-Bücher mit einer Auflage von insgesamt vier Millionen Stück erschienen. Und mit «Das grosse Rennen» läuft nun der zweite Zeichentrickfilm über den Raben im Kino; 2012 hatte das erste Werk alleine in Deutschland über eine halbe Million Menschen vor die Leinwand gelockt. 

5x2 Kinokarten zu gewinnen
Wer am Montag, 3. August um 10.15 Uhr unter der Telefonnummer 062 745 94 87 anruft, hat die Chance, zwei Kinokarten für den Film «Der kleine Rabe Socke» zu gewinnen. Viel Glück!

Der zweite Streich vom Regisseurduo Ute von Münchow-Pohl und Sandor Jesse wird besonders die jungen Zuschauer erneut begeistern – vor allem das Rennen wird sie aus den Socken hauen. Der Film unterhält von der ersten Minute an blendend und überzeugt durch humorvolle Dialoge und liebevoll gezeichnete Tierfiguren, die übrigens von einigen grossen Namen gesprochen werden: Der Rabe etwa wird meisterhaft vertont vom näselnden deutschen Musiker Jan Delay, und der Rennleiter-Biber vom deutschen Sportmoderator Gerhard Delling. Der Film ist ein Zeichentrick-Genuss, der sich hervorragend eignet für Familien mit kleinen Kindern; er könnte aber auch in älteren Semestern «das innere Kind» wecken. 

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