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Invasive Arten

Wenn Pilzpartner fehlen

Natur & Umwelt | Mittwoch, 6. März 2019 11:23, sda apa

Ohne Pilz-Partner bekommen viele Pflanzen nicht genug Nährstoffe aus dem Boden. Invasive Pflanzenarten konnten sich auf Inseln oft noch keine Existenz aufbauen, weil sie ohne ihren Partner dort gestrandet sind.

In jüngster Zeit würden Pilze vermehrt eingeschleppt, die für Pflanzenarten wichtig sind, schreiben die Forschenden im Fachjournal «Nature Ecology and Evolution». Das Team um Camille Delavaux von der University of Kansas (USA) studierte Daten zur weltweiten Verbreitung der von Menschen verschleppten Pflanzen und untersuchte, welche davon eine sogenannte «Mykorrhiza-Symbiose» mit einem Pilz-Partner zum Wachsen braucht. 

Dabei spendet die Pflanze dem Pilz, der an ihren Wurzelhaaren wächst, Zuckerlösungen (Kohlenhydrate), und erhält von ihm Nährstoffe aus dem Boden, die sie selber nicht aufnehmen könnte.

Seltene Pilze
Auf Inseln kamen invasive Pflanzen (Neophyten), die auf Mykorrhiza-Pilze angewiesen sind, viel seltener vor, als am Festland, erklärte Franz Essl von der Universität Wien in einer Mitteilung. Dies läge vermutlich an der Seltenheit und den beschränkten Ausbreitungsmöglichkeiten der Pilze.

«Das Fehlen von Mykorrhiza-Pilzen wirkt wie ein biologischer Filter, der verhindert, dass vom Menschen eingeführte Pflanzen, die auf diese Symbiose angewiesen sind, sich dort einbürgern können», so Essl. Da die Menschen aber vermehrt auch solche Pilze verschleppen, würde die Maschenweite des Filters grösser und die Anzahl der Neophyten könnte auch auf den Inseln stark steigen.

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