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Bundesrat

Umweltkriminalität soll stärker bekämpft werden

Natur & Umwelt | Mittwoch, 7. November 2018, sda

Die Schweiz soll gegen Umweltkriminalität vorgehen. Mit einer neuen Koordinationsgruppe will der Bundesrat etwa den Import von verbotenen Tierprodukten oder den illegalen Export von Abfall eindämmen.

betroffenen Stellen eng und aufeinander abgestimmt zusammenarbeiten, schreibt die Regierung am Mittwoch zu ihrem Entscheid. In der Koordinationsgruppe sollen daher verschiedene Stellen auf Bundesebene sowie Vertreterinnen und Vertreter der kantonalen Polizeikorps, Staatsanwaltschaften und Umweltämter mitmachen.      

Seit 2014 existiert in der Schweiz die Gruppe EnviCrimeCH. Diese diente vorab dem Erfahrungs- und Wissensaustausch. In Umsetzung einer Empfehlung von Interpol wird die bestehende Gruppe nun zur Koordinationsgruppe Umweltkriminalität ausgebaut. Die Gruppe befasst sich neu mit der Weiterentwicklung des Umweltstrafrechts und der Verbesserung der Strafverfolgung im Umweltbereich. Weiter soll sie im Rahmen der Vorgaben des Strafprozess- und Datenschutzrechts eine Plattform zur Koordination der Zusammenarbeit bei konkreten Fällen bieten.v Die Federführung der Gruppe haben das Bundesamt für Umwelt (Bafu) und das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) gemeinsam inne.

Hohe Schäden  
Umweltkriminalität ist ein Milliardengeschäft. Nach Schätzungen von Interpol und dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (Unep) ist dieser Bereich weltweit mit jährlich 91 bis 258 Milliarden US-Dollar zu bewerten.        

Auch die Schweiz ist in die internationale Umweltkriminalität verwickelt. Hinzu kommen zahlreiche Inland-Delikte. Dem Bafu werden jedes Jahr rund 900 Verurteilungen wegen Umweltstraftaten gemeldet. Oft stecken handfeste finanzielle Interessen dahinter, beispielsweise wenn ein Unternehmen die Kosten für die korrekte Abfallentsorgung oder Abwasserreinigung einsparen will.

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