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Wirtschaftskommission

Kommt der Zucker-Grenzschutz?

Natur & Umwelt | Sonntag, 14. Januar 2018 09:45, LID

Die Wirtschaftskommission des Nationalrats (WAK-N) sieht nach dem Ende der EU-Zuckerquoten Handlungsbedarf und will einen Mindestpreis für Zucker.

Wie der Landwirtschaftliche Informationsdienst LID meldet, beantragt die Wirtschaftskommission des Nationalrats dem Rat mit 15 zu 9 Stimmen bei 1 Enthaltung, einer entsprechenden parlamentarischen Initiative von FDP-Nationalrat und SBV-Direktor Jacques Bourgeois Folge zu geben.

Der Vorstoss von Bourgeois verlangt einen Mechanismus, mit welchem die Zollansätze für Import-Zucker so angepasst werden können, dass für Zucker ein Mindestpreis sichergestellt wird.

Zuckerproduktion ist ohne Mindestpreis gefährdet
Laut LID ist die Wirtschaftskommission des Nationalrats der Ansicht, dass ohne den entsprechenden Mindestpreis die Zuckerrüben- und Zuckerproduktion gefährdet ist. Das treffe auch für die zugehörigen Arbeitsplätze und die Versorgungssicherheit zu.

Eine Kommissions-Minderheit sei hingegen der Meinung, dass die nötigen Instrumente bereits vorhanden sind und es an der Branche sei, einen Kompromiss zu finden.

Der Schweizer Bauernverband und die Interprofession Zucker begrüssen laut LID in einer gemeinsamen Mitteilung den Entscheid. Angesichts des aktuellen Zerfalls des Zuckerpreises in der EU könne und müsse die Schweiz den Grenzschutz besser ausnützen.

Der Nationalrat hatte der parlamentarischen Initiative schon 2016 erstmals Folge gegeben, der Ständerat hatte sie jedoch im vergangenen Herbst abgelehnt.

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