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Motion abgelehnt

Verkleben der Zitzen wird nicht verboten

3 Kommentare Nutztiere | Donnerstag, 6. Juni 2019, sda

Damit die Milch in der Arena nicht aus dem Euter tropft, verkleben die Viehzüchter den Tieren gelegentlich die Zitzen. Der Nationalrat will diese Praktik aber nicht verbieten.

Ein Verbot des Verschliessens von Zitzen an Viehschauen hat der Nationalrat am Mittwoch abgelehnt – entgegen der Meinung des Bundesrats. Dieser empfahl die Annahme einer Motion von Irène Kälin (Grüne/AG) («Tierwelt Online» berichtete). Mit 91 zu 76 Stimmen bei 11 Enthaltungen stellte sich eine Mitte-Rechts-Mehrheit dagegen. Damit ist der Vorstoss erledigt.    

Laut der Motionärin handelt ein Grossteil der Bauern zwar korrekt. Es gebe aber immer «extremistische Züchter», welche die Zitzen der Tiere verschlössen. «Dafür wurde früher sogar Sekundenkleber eingesetzt.»

Verweis auf Eigenverantwortung  
Auch wenn Sekundenkleber inzwischen verboten sei, würden die Zitzen manchmal immer noch verschlossen, damit sich die ungemolkenen Euter prall präsentierten, ohne dass die Milch auslaufe. Studien belegten, dass überladene Eutern Verhärtungen, Ödeme oder Entzündungen zur Folge hätten.    

Zahlreiche landwirtschaftlich tätige Nationalräte widersprachen vehement: Die Branche habe längst Lösungen gefunden, um die Probleme zu lösen. Dazu gehörten zahlreiche Kontrollen, an denen auch der Bund beteiligt sei.    

Zudem sei der heute gelegentlich eingesetzte Klebstoff Kollodium unbedenklich, sagte Pierre-André Page (SVP/FR). Eine Mehrheit folgte dieser Argumentation.

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Kommentare (3)

Christine S. am 08.06.2019 um 11:32 Uhr
Welche Perverditäten lassen sich die Herren der Landwirtschaft eigentlich alles noch einfallen im Namen des Profits. Geld kann man nicht fressen und mitnehmen können sie sich nix. Worum geht's eigentlich im Leben? Geld Geld Geld? Macht????
Es wird Zeit, dass das Volk auch mal wieder normale Preise für Milch zahlt und die Bauern auch an die Tiere denken können, aber auch ihr Herz einschalten. Lieber weniger Milch als so etwas! Weniger ist bekanntlich mehr!

Jenny R am 08.06.2019 um 09:09 Uhr
Kühe die Milch geben sind Mütter. Nicht schlimm genug dass sie psychisch damit zurechtkommen müssen ihre Babys nicht großziehen zu dürfen. Meine HERREN, bitte schaltet den Verstand ein. Falls ihr mal eine schwangere Ehefrau hattet, die euch ein Kind gebar. Wer wäre auf die Idee gekommen es ihr wegzunehmen? Und wer von euch hat seine Frau erlebt wenn sie nicht rechtzeitig abgepumpt hat? Ihre Brüste weh taten? Sie Milchaustritt hatte? Wer von euch hätte es gewagt ihr die Nippel abzukleben? Wer von euch hätte einer stillenden Mutter auch nur irgendetwas vorgehalten, statt mit ihr zu leiden und ihr diese zeit bestmöglich zu gestalten?

M. Butscher am 08.06.2019 um 01:20 Uhr
Landwirtschaftliche Nationalräte????? Ist doch interessant, dass für Tierquälerei immer ein "hohes Tier" die Hand drüber hält und somit die Züchter, die Turbokuh, weiterhin vermarkten können!!!! Es wäre mal an der Zeit, dass jeder Bürger selbst entscheiden dürfte, an welchen Landwirt, der Soli-Cent gehen darf. An Großbauern, die anstatt Tierliebe das Geld nur machen wollen, will ich nix bezahlen!!!!

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