Aktuell
› Zurück

Polizei bietet Lösungen

Wenn Tiertransporte am Gotthard im Stau stehen

Nutztiere | Dienstag, 6. November 2018, sda

Die Urner Kantonspolizei will Transporteuren von Nutztieren am Gotthard helfen, die ideale Fahrtroute und -zeit zu finden, um Stress für die Tiere durch Stau vor dem Gotthard-Tunnel zu verhindern. 

Die Kantonsstrasse zwischen Amsteg und Göschenen bilde keine Option für Nutztiertransporte, da auf dieser für Lastwagen ein Fahrverbot gelte, heisst es in einem am Freitag veröffentlichten Merkblatt. Das Dokument enthält sechs Punkte und wurde anlässlich eines runden Tischs erarbeitet.      

Im vergangenen Mai und Juni hatten zwei Fälle Schlagzeilen gemacht, bei denen Kuhtransporte am Gotthard in den Stau gerieten und auf die Kantonsstrasse ausweichen wollten. Das Lastwagenverbot auf der Strecke bestehe schon seit längerem, eine Ausnahmebewilligung habe es nie gegeben, sagte Sicherheitsdirektor Dimitri Moretti auf Anfrage.      

Die Urner Regierung, die Polizei und weitere Beteiligte einigten sich nun auf Eckpunkte beim Nutztiertransport am Gotthard. Demnach liegt es in der Verantwortung der Transporteure, die Fahrt so zu planen, dass Staus vermieden werden.      

Gerate ein Nutztiertransport unvorhergesehen in einen Stau und dadurch in eine Notsituation, die das Tierwohl gefährde, bietet die Kantonspolizei Uri Hand zu Lösungen. Moretti sagte, es würde eine Polizeipatrouille zum betroffenen Fahrzeug ausrücken und dieses aus dem Stau begleiten. Dies sei auf der Gotthard-Rampe nicht immer einfach, sei aber, wo vorhanden, über den Pannenstreifen oder durch eine Rettungsgasse möglich.

› Zurück
Kommentar schreiben

Klassische Website anzeigen