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Landwirtschafts-Kampagne

Das grosse ABC der Lockpfosten

Nutztiere | Samstag, 30. Juni 2018 16:00, Leo Niessner

Vielleicht sind Ihnen die weissen Holzstangen bei einem Spaziergang aufgefallen: Die Lockpfosten sind ein Projekt des Landwirtschaftlichen Informationsdienstes (LID) und sollen Einblicke in die Landwirtschaft geben.  

Aufmerksamkeit für die Landwirtschaft sollen die Pfosten generieren, ohne aber einen krassen Eingriff ins Landschaftsbild darzustellen.

Bäuerinnen und Bauern erbringen täglich eine Vielfalt landwirtschaftlicher Leistungen. Die Lockpfosten wollen Vorbeigehenden Einblick in diesen Bereich geben.  

Chemie versus Ökologie: Im Fokus des Projekts stehen die Produktionszweige der Landwirtschaft, aber auch die ökologischen Leistungen. 

Design: Reduziert und modern – auf diese Weise heben sich die weissen Pfosten wie moderne Kunstwerke von ihrer landwirtschaftlichen Umgebung ab. 

Einblicke in eine Welt, die vielen unbekannt ist: Die Zeiten, in denen jeder und jede Verwandte auf dem Bauernhof und somit einen direkten Draht zur Landwirtschaft hatte, sind längst vorbei. Doch laut Informationen auf der Homepage der Aktion würden aktuelle Trends zeigen, dass das Interesse an den Produkten und an den Menschen hinter den landwirtschaftlichen Produkten steigt.

Federführend beim Projekt ist der Landwirtschaftliche Informationsdienst LID.

«Gut gibt’s die Schweizer Bauern»: Im Rahmen dieser Kampagne des Schweizer Bauernverbandes tragen die Lockpfosten dazu bei, die Landwirtschaft nahbarer zu machen.

Hofpfosten: In naher Zukunft sollen sie Bauernhöfen ein Gesicht geben. Die Initianten der Aktion schreiben dazu: «Mit einem Hofpfosten signalisieren Sie als Bauernfamilie Offenheit und machen Ihr vielfältiges Angebot aufmerksam. Sie möchten Ihren Betrieb sichtbarer machen?».

Installation: Die Pfosten werden vom LID geliefert. Sie müssen lediglich gereinigt und angemalt – und danach im Boden verankert – werden.  

Jäten, säen. Ernten. Kühe und Schweine halten – diese Tätigkeiten gehören zum Alltag der Bauern. Die Lockpfosten erklären auf kunstvolle und amüsante Weise, dass Bäuerinnen und Bauern aber viele weitere Aufgaben haben. Dazu gehören das Pflegen von Hecken, Biotopen oder Extensivwiesen, die vielen Tieren als Lebensraum dienen.

Kubisch: ist die Form der Pfosten, das Design.

Lockworte: So heissen die Begriffe auf den Pfosten. Wahlweise drei oder sechs von ihnen beschreiben jeweils ein Thema.

Moderne Kunstwerke: Die nüchternen Pfosten kontrastieren mit ihrer landwirtschaftlichen Umgebung. Ein Bewusster Schachzug der Initianten. 

Noch bis im Oktober stehen die Lockpfosten an ihren jetzigen Standorten, dann werden sie woanders aufgestellt (siehe unter «R»).  

Orte, an denen Pfosten aufgestellt wurden, können theoretisch online aufgerufen werden. Bei Redaktionsschluss funktionierte die Suchfunktion allerdings nicht.  

Pfosten können unkompliziert ausgeliehen werden, unter anderem für Messen oder Ausstellungen. Sie müssen in gutem Zustand retourniert werden, da sonst Kosten für übermässigen Verschleiss anfallen.

Quer über die landwirtschaftlichen Flächen der Deutschschweiz sind die Lockpfosten zurzeit verteilt.  

Rätoromanische Schweiz: Die nächste Station nach der Deutschschweiz. Auf den dortigen Höfen werden die Pfosten ab dem Herbst aufgestellt.

Stichwörter wie Sonnenblumen, Bienen, Getreide, Schafe, Kirschen oder Wiesen – sie alle werden auf den Lockpfosten mit kurzen Texten erklärt. 

Trüffelrüssel: Eines der Stichworte auf den Lockpfosten, die neugiereig machen. Dazu ist auf den Lockpfosten zu lesen: «Schweine sehen mit der Nase. Darum hat man sie früher zur Trüffelsuche in den Wald geführt. Im Freiland leben Schweine artgerecht: sie wühlen, nagen, suhlen. Warum leben nicht alle so? – Weil es zu viel Land braucht und kostet. Wie Trüffel.»

Unter anderem tragen Bäuerinnen und Bauern mit ihrer Arbeit entscheidend zur Ernährungssicherheit bei – ein weiterer wichtiger Punkt, auf den die Aktion aufmerksam machen will. 

Verstehen, wie die Bienen leben, und das in wenigen Sätzen: Dazu thematisieren einige Lockpfosten die Jugendschwärme. Dabei ist zu lesen: «Etwa jedes vierte Bienenvolk (eine Königin, bis 40'000 Arbeitsbienen, einige 100 männliche Drohnen) teilt sich im Frühsommer. Das halbe Volk schwärmt mit der Königin aus. Der Rest bleibt, mit einer jungen Königin. Sie fliegt zum Hochzeitsflug, umschwärmt von Drohnen. Dann legt sie Eier.» 

Weiss: Die Farbe der Pfosten – sie sollen sich von der Umgebung abheben.

X verschiedene Themen, 35 an der Zahl, werden auf den Lockpfosten behandelt.  

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