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Hoffnung für die Bienen?

Medikament gegen Varroamilbe entdeckt

1 Kommentare Nutztiere | Mittwoch, 17. Januar 2018 17:40, sda/afp

Forscher haben ein Mittel gegen einen gefährlichen Bienenschädling entdeckt. Mit Hilfe der Chemikalie Lithiumchlorid könnten befallene Bienenstöcke von der gefürchteten Varroamilbe befreit werden.

Das teilt die Universität Hohenheim in Stuttgart mit. Die Varroamilbe zählt weltweit zu den gefährlichsten Feinden der Bienen. In einem bis drei Jahren kann sie ein Bienenvolk komplett ausrotten. Bislang mussten Imker befallene Bienenstöcke mit aggressiven organischen Säuren oder chemischen Milbenbekämpfungsmitteln behandeln, die allerdings Resistenzprobleme und Rückstände verursachen. Lithiumchlorid sei hingegen nicht nur einfach herzustellen und relativ preiswert, erklärten die Forscher.    

Nach bisherigen Erkenntnissen habe das Mittel auch keine gefährlichen Nebenwirkungen für Bienen, Imker oder Konsumenten und komme in der Natur reichlich vor. Auch für eine Ablagerung im Honig gebe es bislang keine Anzeichen.      

Die weltweiten Vorräte des Leichtmetalls Lithium werden auf mehr als 40 Millionen Tonnen geschätzt. Als Lithiumchloridsalz findet es sich in Salzlaugen, Salzseen und Heilquellen. Das leicht in Wasser lösliche Salz wird unter anderem als Trocknungsmittel und Enteiserlösung verwendet. In der Humanmedizin wird es seit Mitte des 20. Jahrhunderts als Antidepressivum eingesetzt.

Über Fütterung verabreicht
Lithiumchlorid kann demnach Bienen in Zuckerwasser aufgelöst gefüttert werden. Bei den Versuchen der Hohenheimer Wissenschaftler reichten bereits geringe Mengen der Salzlösung aus, um innerhalb weniger Tage die auf den Bienen aufsitzenden Milben abzutöten.    

Bevor der Wirkstoff nun als Medikament für Bienen auf den Markt kommen kann, sind weitere Tests zum Beispiel zur genaueren Dosierung nötig. Derzeit laufen den Angaben zufolge bereits Gespräche mit Unternehmen. Die Ergebnisse der Forscher wurden in der Fachzeitschrift «Scientific Reports« veröffentlicht.        

Experten beobachten das Bienensterben seit längerem mit grosser Sorge. Als Grund gelten neben der Varroamilben der vermehrte Einsatz von Insektiziden in der industrialisierten Landwirtschaft und Umweltveränderungen.

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Kommentare (1)

Andirobaöl am 04.08.2018 um 12:11 Uhr
Hallo, ich bin immer noch auf der Suche nach einer schonenden Lösung. Das aktuelle Hopfenpräperat durfte ich im Versuch probieren. Ich bin da leider geteilter Meinung. Zusätzlich habe ich noch folgendes gefunden: https://samuria.de/mittel-gegen-varroamilbe/ und möchte gerne Wissen, ob es dazu auch europäische Studien gibt?

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