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«Tiere ohnehin gesund»

WHO warnt vor Antibiotika bei Nutztieren

Nutztiere | Dienstag, 7. November 2017, sda/dpa

In vielen Ländern werden nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) immer noch verantwortungslos viele Antibiotika bei der Tiermast eingesetzt. 

Teilweise würden 80 Prozent des landesweiten Antibiotika-Verbrauchs in den Ställen verabreicht, um vor allem das Wachstum ohnehin gesunder Tiere zu fördern, kritisiert die WHO. Die UNO-Behörde legte am Dienstag in Genf neue Richtlinien zum Einsatz solcher Wirkstoffe vor. Darin fordert sie die Staaten unter anderem auf, im Bedarfsfall nur solche Antibiotika einzusetzen, die für den Menschen am wenigsten wichtig sind.  

Ein Missbrauch erhöhe die Gefahr von Antibiotika-Resistenzen, die die Behandlung kranker Menschen erschwerten. «Ein Mangel an wirksamen Antibiotika ist eine ähnlich grosse Gefahr wie der plötzliche Ausbruch einer tödlichen Krankheit», so WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus.  

Eine aktuelle Studie belege, dass der weitgehende Verzicht auf Antibiotika die Resistenzen ganz deutlich senke. Statt Medikamente zu geben, könne oft bessere Hygiene in den Ställen die Krankheitsrate schon senken.

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