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Landwirtschaft

Roboterwolf vertreibt Wildschweine

Nutztiere | Montag, 28. August 2017, sda/dpa/nsn

Ein pelziger Roboter bewacht in Japan Reisfelden. Sobald sich ein Tier nähert, beginnen die Augen zu leuchten und es ertönen Geräusche wie das Knurren eines echten Wolfes. Das soll Wildschweine und Rehe erschrecken.

Die Bewegungen und Geräusche des Roboters werden von einem Infrarotsensor ausgelöst.

Mitte Juli wurde der Roboterwolf am Rande eines Reisfeldes in Japan installiert. Seither sei kein einziges Wildschwein aufgetaucht, sagt Chikao Umezawa, Präsident der landwirtschaftlichen Genossenschaft, in obigem Video. Der Roboter ist mit Infrarotsensoren ausgestattet und reagiert, wenn Tiere auftauchen. Er kann 18 verschiedene Geräusche von sich geben, darunter das Knurren eines echten Wolfes und den Knall eines Gewehrschusses.

Der Agrarverband in der Stadt Kisarazu nahe Tokio testet das bizarre Gerät laut Medienberichten bis September. Die unheimlich aussehende Wolfsattrappe mit Fellüberzug ist 65 Zentimeter lang und 50 Zentimeter hoch. Das Knurren erreicht eine Lautstärke bis 90 Dezibel – das entspricht dem Fahrgeräusch eines LKW. Während die roten LED-Augen funkeln, bewegt sich der Kopf der Attrappe hin und her. Betrieben wird das Gerät mit Solarbatterien, wie Medien weiter berichteten.

Eine Firma auf Japans nördlichster Hauptinsel Hokkaido hat den Roboter zusammen mit der Universität Tokio entwickelt. Versuche ergaben, dass die weithin hörbaren Töne offenbar dazu führten, dass sich auf einer Fläche von einem Quadratkilometer keine der auf Hokkaido zahlreichen Bären mehr blicken liessen.

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