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Grossraubtiere

Wolfsrisse im Wallis und im Kanton Bern

Wildtiere, Nutztiere | Freitag, 25. August 2017, sda/nsn

Drei tote Schafe in der Sustenregion gehen auf das Konto eines Wolfes, wie Laboranalysen gezeigt haben. Auch der Riss eines Lammes Ende Juni im Wallis ist auf einen Wolf zurückzuführen.

Am 24. Juli des laufenden Jahres hat ein Wolf beim Jochpass in der Gemeinde Innertkirchen drei Schafe gerissen. Das haben Untersuchungen an der Universität Lausanne ergeben. Es ist der zweite nachgewiesene Wolfsriss im Kanton Bern in diesem Jahr. Der erste hatte sich im Frühling in der Gemeinde Guttannen ereignet, wo ebenfalls ein Wolf drei Schafe gerissen hatte.

Noch offen ist, ob auch ein Wolf schuld ist am Tod von drei Schafen Anfang August in Gurzelen im Gürbetal und von zwei Ziegen, zwei Schafen und einem Rind ebenfalls im August im oberen Emmental. Niklaus Bernhard von der Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Bern sagte dazu am Mittwoch, die Resultate stünden noch aus und würden in den nächsten Tagen oder Wochen erwartet.

Im Wallis liegen derweil die Ergebnisse einer DNA-Untersuchung einem Ende Juni im Turtmanntal tot aufgefundenen Lamm vor. Das Tier ist von einer bisher unbekannten Wölfin gerissen worden, die nun unter dem Namen F28 registriert wurde. Zum Angriff auf eine geschützte Herde war es in der Nacht auf den 30. Juni gekommen, wie die Walliser Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere am Freitag mitteilte.

Neun tote Schafe in Obwalden
Einen Verdacht auf einen Wolfsriss gibt es auch aus dem Kanton Obwalden. Dort sind in der Nacht auf Sonntag im Gebiet Hohmad zwischen Melchtal und Engelberg auf einer Alp mehrere Schafe gerissen worden. Der zuständige Wildhüter bestätigte auf Anfrage eine entsprechende Meldung der «Obwaldner Zeitung» vom Donnerstag. Eine DNA-Analyse soll nun Aufschluss darüber geben, ob tatsächlich ein Wolf die Schafe getötet hat und wenn ja, welcher es war.

Laut dem Wildhüter wurden neun Schafe gerissen, mehrere werden noch vermisst. Am Wochenende fände eine grosse Suchaktion statt. Insgesamt seien im Frühling 180 Schafe auf die Alp getrieben worden. Einige der verletzten Schafe hätten beim Eintreffen des Wildhüters noch gelebt, mussten aber getötet werden. Die Schafe waren weder von einem Herdenschutzhund bewacht noch befanden sie sich hinter einem wolfssicheren Zaun. Im betroffenen Gebiet ist im Juli ein Wolf in eine Fotofalle getappt.

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