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Tierseuche

Tschechien baut Wildschweinzaun

Nutztiere | Freitag, 4. August 2017, sda/dpa

Im Kampf gegen die Afrikanischen Schweinepest hat Tschechien mit dem Bau eines kilometerlangen Elektrozauns begonnen. Er soll infizierte Wildschweine daran hindern, das Gebiet zu verlassen.

Arbeiter haben am Freitag die ersten 700 Meter entlang einer Landstrasse nahe der Industriestadt Zlin im Osten Tschechiens abgesperrt. Dort soll nun ein rund 70 Zentimeter hoher elektrischer Weidezaun aufgestellt werden und die weitere Ausbreitung der hochansteckenden Afrikanischen Schweinepest unter Wildschweinen verhindern. Das teilten die zuständigen Behörden mit.

Der Zaun verwendet eine Spannung von 10'000 Volt, die aber nur für den Bruchteil einer Sekunde abgegeben wird. Mit dem Zaun soll verhindert werden, dass infizierte Tiere das 40 Quadratkilometer grosse Ansteckungsgebiet verlassen und die Krankheit weitergeben. Eingesetzt werden auch sogenannte Vergrämungsmittel – übelriechende chemische Duftstoffe.

Bauern dürfen nicht mehr ernten
Regionspräsident Jiri Cunek machte sich in einem Helikopter ein Bild von der Lage. Die Landwirte wurden angewiesen, auf einer Fläche von 115 Hektar die Ernte nicht einzufahren. Die Wildschweine sollen genug Nahrung vorfinden, damit sie nicht weiterwandern. Seit Mitte Juli wurden nach Angaben der staatlichen Veterinärbehörde mehr als 1290 Tiere abgeschossen. Im betroffenen Gebiet selbst wird nicht gejagt, damit die Wildschweine nicht daraus verscheucht werden.

Die Afrikanische Schweinepest verläuft für die infizierten Tiere in der Regel tödlich. Seit Beginn des Ausbruchs in Tschechien Ende Juni wurde das Virus bei 77 Tierkadavern festgestellt. Für den Menschen ist die Tierseuche ungefährlich. Bei einem Übergriff auf Hausschweine drohen allerdings erhebliche wirtschaftliche Schäden, da es keine Impfung gibt.

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