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Verwaltungsgericht Bern

Tote Schafe auf Weide: Beschwerde abgeblitzt

Nutztiere | Donnerstag, 15. Juni 2017, sda

Ein Schafhalter aus der Region Bern ist mit einer Beschwerde gegen die Beschlagnahmung seiner Tiere abgeblitzt. Das Verwaltungsgericht fand die Massnahme gerechtfertigt. Auf seiner Weide waren Schafe verendet.

Während der Mann für einen Kurzurlaub in Italien weilte, habe er die Schafe sich selbst überlassen, pflichtete das Verwaltungsgericht der Vorinstanz bei. Weil auf der Weide schon zwei tote Lämmer lagen sei das Einschreiten des Veterinärdienstes des Kantons Bern nötig gewesen, schreibt das Verwaltungsgericht in einem am Donnerstag veröffentlichten Urteil.  

Wer Tiere betreue, müsse sie angemessen nähren, pflegen und ihnen die nötige Unterkunft gewähren, schreibt das Verwaltungsgericht. Würden Tiere dauernd im Freien gehalten, müsse das Futterangebot der Weide der Gruppengrösse angepasst oder zusätzliches Futter bereitgestellt werden.  

Anwohner hatten die Tierkadaver kurz vor Weihnachten 2015 auf der Weide entdeckt und die Polizei gerufen. Der Amtstierarzt stellte fest, dass sich die sieben Schafe und zwei Lämmer auf einer stark abgegrasten und vermoosten Weide befanden. Der Unterstand war nass und verkotet. Schafhalter müssen laut Verwaltungsgericht das Wohlergehen ihrer Tiere täglich kontrollieren, bei anstehenden Geburten sogar zweimal täglich.  

Das Verwaltungsgericht stimmte mit der Vorinstanz überein, dass die Schafe mindestens zwei Tage lang nicht genügend Futter hatten und insbesondere den Auen und den neugeborenen Lämmern kein hinreichender Unterstand zur Verfügung stand.  

Auch die dem Schafhalter auferlegten Kosten von 1250 Franken anerkannte das Verwaltungsgericht als rechtmässig.

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