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Vorarlberg

Verdacht auf Rinder-Tuberkulose

Nutztiere | Montag, 15. Februar 2016, sda/dpa

Im österreichischen Vorarlberg sind sechs Betriebe wegen einer möglichen Rinder-TBC-Infektion gesperrt worden. Bereits in der letzten Woche waren Verdachtsfälle gemeldet worden.

Um die Diagnose abzusichern, müssen die Rinder getötet werden. Betroffen sind bisher sechs Höfe. Gesperrt sind aktuell Betriebe in Klösterle, im Silbertal sowie vier in der Talschaft Montafon, darunter auch die zwei neuen Fälle in Bartholomäberg. Aktuell seien in Vorarlberg sechs Betriebe wegen TBC-Verdacht gesperrt, heisst es in einer Mitteilung des Vorarlberger Landesveterinäramtes vom Montag.

Eine Sperrung bedeutet, dass dort Tiere weder gekauft noch verkauft werden dürfen. Für zwei Betriebe in Lech und im Silbertal hatte es Ende der vergangenen Woche Entwarnung gegeben. Auch dort hatten Rinder auf einen Tuberkulin-Hauttest und folgende Blutuntersuchungen positiv reagiert. Die Resultate der diagnostischen Tötung der Tiere zeigten dann aber keine Tuberkulose-Infektion.

Ergebnisse nach zwei Monaten
Den getöteten Rindern werden die Organe entnommen und die Lymphknoten an die Agentur für Ernährungssicherheit (AGES) nach Mödling geschickt. Einen ersten Zwischenbefund aus Schnelltests gibt es normalerweise bereits nach wenigen Tagen. Sollten diese positiv sein, müssen weitere Untersuchungen durchgeführt werden. Bis ein endgültiges Ergebnis vorliegt, dauert es in der Regel zwei Monate.

Angesteckt werden die Rinder von infiziertem Rotwild - im Sommer teilen sich Alpvieh und Rotwild im Sommer denselben Lebensraum. Deshalb müssen alle Rinder, die den Sommer auf Vorarlbergs Almen verbracht haben, auf TBC untersucht werden. In den Risikogebieten sind über den Winter schon an die 12'000 Rinder getestet worden.

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