Aktuell
› Zurück

Thailand

Elefant trampelt Familienvater zu Tode

Nutztiere | Dienstag, 2. Februar 2016 10:00, sda/afp/dpa/msi

Ein schottischer Tourist ist bei einem Ausritt auf der Insel Koh Samui von einem Elefanten zu Tode getrampelt worden. Tierschützer warnen vor solchen «Touristenattraktionen».

«Wir vermuten, dass das heisse Wetter den Elefanten wütend machte und dass er nicht an seinen Mahout (Führer) gewöhnt war», sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Das Tier habe den 36-Jährigen und dessen 16-jährige Tochter plötzlich zu Boden geworfen. Der Schotte trug demnach eine Beinprothese und konnte sich deswegen nicht in Sicherheit bringen. Seine Tochter und der Elefantenführer wurden verletzt. Der Elefant wurde schliesslich ruhig gestellt.

Berichte, wonach der Mann das Tier gereizt habe, seien falsch, sagte der Gründer der Wildlife Friends-Stiftung in Thailand, Edwin Wiek. «Der Elefant war in der Musht» - so bezeichnet man bei Elefanten einen Testosteronschub, der die Tiere einmal im Jahr besonders aggressiv macht.

In Thailand leben etwa 4000 «domestizierte» Elefanten, viele von ihnen werden als Touristenattraktion eingesetzt. Tierschützer halten dies für unvertretbar. «Männliche Elefanten gehören nicht in die Tourismusindustrie, ihr Verhalten ist einfach zu unvorhersehbar», sagte Wiek.

Nach seinen Angaben gab es in den vergangenen fünf Monaten sechs tödliche Zwischenfälle mit Elefanten in Thailand. Mehrere Organisationen wollen sich am Mittwoch mit der Regierung treffen, um über einen besseren Umgang mit Tieren in der Tourismusbranche zu verhandeln.

› Zurück
Kommentar schreiben

Klassische Website anzeigen