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Unfall in Laax

Tödlicher Kuhangriff wird zum Fall für Staatsanwaltschaft

Nutztiere | Dienstag, 4. August 2015, sda/msi

Der tödliche Angriff von Kühen auf eine Wanderin am Freitag in Laax GR wird von der Bündner Staatsanwaltschaft untersucht. Vorläufig richtet sich die Untersuchung nicht gegen eine bestimmte Person.

Es handle sich um eine Routineuntersuchung, sagte Staatsanwalt Maurus Eckert zu einem Bericht des Nachrichtenportals «Watson». Nach ausserordentlichen Todesfällen sei es üblich, solche Untersuchungen zu führen. Es gehe darum herauszufinden, wie es zum Vorfall kam und ob jemand ein strafrechtliches Verschulden trage.

Die 77-jährige Touristin war auf dem offiziellen Wanderweg vom Bergrestaurant Nagens zur Bergstation der Graubergbahn von mehreren Kühen angegriffen worden. Sie wurde zu Tode getrampelt.

Die Kühe befanden sich auf einer eingezäunten Weide, durch die der Wanderweg führte. Um die Weide zu durchqueren, öffnete die Frau den elektrischen Zaun und wollte zwischen den Tieren durchgehen, die auf dem Wanderweg standen. Am Eingang zur Weide befand sich eine Tafel, die vor den Mutterkühen warnte und Verhaltenstipps gab.

Kälber auf keinen Fall berühren
Um das Risiko eines Kuhangriffs bei einer Wanderung zu minimieren, gibt es einige Regeln zu beachten (Tierwelt berichtete). So sollte man markierte Wege nicht verlassen, sich ruhig verhalten und Hunde an die Leine nehmen. Wichtig ist auch, den Kontakt zu den Kälbchen unbedingt zu vermeiden, denn dies kann den Beschützerinstinkt der Mutter wecken. Senkt eine Kuh ihren Kopf in einer Konfrontation mit einem Menschen, so ist dies als Drohgebärde zu interpretieren. In diesem Fall sollte die Weide so ruhig wie möglich verlassen werden.

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