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Politik

In Arizona soll Vieh nicht mehr als Tiere gelten

Nutztiere | Dienstag, 31. März 2015, Niklaus Salzmann

Ein neuer Gesetzesentwurf im US-Bundesstaat Arizona will den Tierschutz für Vieh aufweichen. Für die Tiere in der Landwirtschaft sollen andere Regeln gelten als für alle anderen Tiere.

Der neue Gesetzesentwurf, der sowohl vom Repräsentantenhaus als auch vom Senat in Arizona angenommen wurde, will offenbar die Farmer gegen Klagen schützen. Zwar dürfen auch in der Landwirtschaft keine Tiere verletzt oder geschlagen werden. Doch Vieh und Geflügel werden ausdrücklich ausgenommen von den strengeren Regeln, die für Tiere im Allgemeinen gelten.

So gilt es grundsätzlich als «cruel neglect» (grausame Vernachlässigung), wenn Tieren nicht die angemessene Nahrung, Trinkwasser und ein Unterschlupf zur Verfügung gestellt wird. In den separaten Regeln für Vieh und Geflügel aber steht davon nichts. Stattdessen wird es den Bezirken und Gemeinden verboten, Verordnungen für den Schutz von landwirtschaftlichen Tieren zu erlassen, die strenger als die staatlichen Regeln wären.

Wie entscheidet der Gouverneur?
Hinter dem Gesetz steht die Republikanerin Brenda Barton, die in der Vergangenheit bereits negativ aufgefallen war, als sie den US-Präsidenten Barack Obama auf Facebook als «De Fuhrer» bezeichnete. Damit war «der Führer» gemeint, also Adolf Hitler.

Der Entwurf muss nun noch vom Gouverneur Doug Ducey unterschrieben werden. Gemäss onegreenplanet.com sprach dieser sich im vergangenen Jahr ganz klar gegen Ausnahmen im Tierschutz aus.

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