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Tierschutz

Bundesrat prüft Verbot von Pelzprodukten

Nutztiere | Dienstag, 17. März 2015, sda

Die heutige Deklarationspflicht für Pelzprodukte geht dem Ständerat zu wenig weit. Der Bundesrat soll Alternativen aufzeigen, wie der Verkauf von tierquälerisch erzeugten Produkten verhindert werden kann.

Die kleine Kammer hat am Dienstag stillschweigend ein Postulat von Pascale Bruderer (SP/AG) angenommen. Der Bundesrat soll namentlich auch ein Verbot «des Inverkehrbringens für tierquälerisch erzeugte Pelzprodukte» prüfen und dessen Vor- und Nachteile aufzeigen.

Seit März 2013 müssen in der Schweiz bei Pelzprodukten die Tierart, die Herkunft sowie die Gewinnungsart deklariert werden. Nach einer Übergangsfrist wird die Einhaltung der Deklarationspflicht seit März 2014 kontrolliert. Mit diesen Kontrollen könne aber nicht verhindert werden, dass tierquälerisch erzeugte Pelzprodukte in die Schweiz eingeführt und verkauft würden, sagte Bruderer. Auch sei die Deklarationspflicht zu schwammig, um die Konsumenten tatsächlich mit den nötigen Informationen zu versorgen.

Bundesrat plant Evaluation
Laut Bundesrat Alain Berset wurden bisher rund 150 Kontrollen durchgeführt. Diese zeigten zwar, dass noch Lücken bei der Umsetzung bestünden, die Sensibilisierung sei aber schon fortgeschritten.

Für eine fundierte Beurteilung der Wirkung der Deklarationspflicht ist es nach Ansicht von Berset jedoch zu früh. Für Anfang 2017 sei eine Evaluation vorgesehen, sagte er. Dabei soll auch auf Alternativen zur Deklarationspflicht eingegangen werden. Der Bundesrat war denn auch bereit, das Postulat anzunehmen.

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