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Seuchenbekämpfung

Geflügel soll auch in die Datenbank kommen

Nutztiere | Mittwoch, 4. Februar 2015, sda

Nach Pferden und Rindern soll nun auch das Geflügel in die Tierverkehrsdatenbank aufgenommen werden. Damit kann der Weg eines Tieres vom Geburtsbetrieb bis zum Schlachtbetrieb verfolgt werden. Betroffen wären Betriebe ab 250 Tieren.

Die Aufnahme des Geflügels in die Tierverkehrsdatenbank (TVD) soll mit der Revision der Tierseuchenverordnung erfolgen. Dazu eröffnete das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) vergangene Woche eine Vernehmlassung. Mit der Massnahme könne künftig im Seuchenfall schnell nachvollzogen werden, wo sich die Tiere aufgehalten hätten, teilte das BLW mit.

Zur Meldung sind jene Geflügelhalter verpflichtet, die mehr als 250 Zuchttiere, 1000 Legehennen, 5000 Mastpoulets oder 500 Truten halten. Gemeldet werden müssten unter anderem die Zahl der Tiere und das Datum, an dem diese nach dem Schlüpfen in einen Mast- oder Legebetrieb integriert werden.

Einfache Umsetzung für grosse Betriebe
Betroffen seien rund 1100 Betriebe, sagte Jürg Guggisberg von der Firma Identitas, die die Datenbank betreibt, auf Anfrage. Für die meisten grossen Pouletmastbetriebe sei die neue Meldepflicht relativ einfach umsetzbar, da sie bereits über eine TVD-Nummer verfügten.

Die Tierverkehrsdatenbank wurde im Jahr 2000 als Reaktion auf die Rinderseuche BSE aufgebaut. Seit Anfang 2011 umfasst die Datenbank auch Schweine und Equiden – zu letzteren gehören neben Pferden auch Esel und Zebras.

Ende 2014 waren rund 104'000 Equiden registriert. «Damit nähern wir uns langsam aber sicher dem effektiven Bestand an», sagte Guggisberg. Im Jahr 2013 hatten in der Datenbank nach einer Schätzung des Bundesamtes für Landwirtschaft noch rund 15'000 Pferde und Esel gefehlt.

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