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Rinderseuche

Bisher keine Tuberkulose in der Ostschweiz

Nutztiere | Dienstag, 3. Februar 2015, sda

In der österreichischen Grenzregion Vorarlberg sind in den vergangenen Wochen mehrere Rinder mit Tuberkulose entdeckt worden. In der Schweiz ist die Rinderseuche noch nicht angelangt, doch die Behörden empfehlen Vorsichtsmassnahmen.

97 gejagte Hirsche sind in den Kantonen St. Gallen, Graubünden und im Fürstentum Liechtenstein untersucht worden. Bei keinem Tier wurde Tuberkulose festgestellt. Um eine Ansteckung durch Rotwild aus Vorarlberg zu verhindern, empfiehlt das St. Galler Veterinäramt zusätzliche Schutzmassnahmen.

In Vorarlberg wurden in den letzten Wochen in verschiedenen Betrieben Rinder mit Tuberkulose entdeckt. Sie könnten sich über Rotwild angesteckt haben, das die Krankheit bei der Sömmerung auf den Alpen über gemeinsam genutzte Futterstellen an die Nutztiere weitergibt.

Bisher wurde in der Ostschweiz noch kein Wild entdeckt, das mit Tuberkulose infiziert ist. In einem Stichprobenprogramm sind in den letzten Monaten während der Jagdsaison im Kanton St. Gallen 38, in Graubünden 42 und im Fürstentum Liechtenstein 17 Hirsche untersucht worden.

Alle Proben negativ
Es wurden dabei keine Tuberkulose-Erreger entdeckt. Auch beim Fallwild oder bei Rotwild, das aus gesundheitlichen Gründen erlegt wurde, seien sämtliche Proben negativ gewesen, steht in einem Communiqué, das das St. Galler Veterinäramt auf seiner Homepage veröffentlicht hat.

Um eine weiterhin mögliche Ausbreitung der Tuberkulose in der Ostschweiz zu verhindern, wird den Landwirten in der Grenzregion zu Vorarlberg empfohlen, zusätzliche Massnahmen zu treffen. Gerade im Winter stehe das Wild in tiefen Lagen, wird gewarnt.

Durch fachgerechte Umzäunungen von Ausläufen soll verhindert werden, dass Wildtiere an Siloballen und andere Futtervorräte herankommen. Empfohlen wird weiter ein sorgfältiger Umgang mit Trocken- und Nassfutter, aber auch mit Resten, damit sich Rotwild auf Nahrungssuche nicht in der Umgebung der Höfe aufhält.

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