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Kalifornien

Foie gras verboten – und wieder erlaubt

Nutztiere | Freitag, 9. Januar 2015, Niklaus Salzmann

Niederlage für Tierschützer in den USA: Ein Gericht erklärt das Foie-gras-Verbot in Kalifornien für ungültig.

Der Erfolg der Tierschützer war von kurzer Dauer. Am 1. Juli 2012 war das Verkaufsverbot für Foie gras im US-Staat Kalifornien in Kraft getreten. Nun wurde es von einem Gericht wieder aufgehoben, weil es nicht mit der Gesetzgebung auf Bundesebene vereinbar sei.

Foie gras – Stopfleber von Gänsen oder Enten – gilt einerseits als kulinarische Delikatesse, anderseits als Symbol der Ausbeutung von Tieren durch Menschen. Damit die Geflügelleber den Ansprüchen der Feinschmecker genügt, werden die Tiere durch Schläuche mit Maisbrei zwangsernährt.

Foie gras
Besonders in Frankreich ist Foie gras eine beliebte
Delikatesse.

Bild: Nikodem Nijaki / cc-by-sa

Coop verzichtet – im Gegensatz zu Migros
In der Schweiz ist zwar die Produktion von Stopfleber verboten, der Import jedoch legal. 2013 wurden 280 Tonnen importiert. Verzehrt wird das Produkt fast ausschliesslich in der lateinischen Schweiz. Migros verzichtet in der Deutschschweiz auf den Verkauf von Foie gras, hält jedoch in der Westschweiz daran fest. Coop hingegen strich das Produkt schon vor Jahren komplett aus seinem Sortiment.

Weltweit wird mit Abstand am meisten Foie gras in Frankreich gegessen. Zudem ist sie ein Exportschlager, 90 Prozent der globalen Produktion stammen aus der «Grande nation». Das französische Parlament hat die Delikatesse 2005 gar zum nationalen Kulturgut erklärt.

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