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Ende der Quote

Schlechte Aussichten für kleine EU-Milchbetriebe

Nutztiere | Freitag, 9. Januar 2015, lid

Ab April dürfen Milchbauern in der EU so viel Milch produzieren, wie sie wollen. Dies wird einen Anstieg der Milchproduktion zur Folge haben und könnte das Ende vieler kleiner Betriebe bedeuten.

Ende März läuft in der EU nach mehr als 30 Jahren die Milchquote aus. Künftig kann jeder so viel Milch produzieren wie er will. Vielerorts wird deshalb mit einer deutlichen Zunahme der Milchproduktion gerechnet. So werden in den Niederlanden bis zu 25 Prozent mehr Milch erwartet. In Bayern, einem Deutschen Bundesland mit grosser Bedeutung für die Milchproduktion, wird bis ins Jahr 2020 mit einem Anstieg von 1,2 Millionen auf 1,4 Millionen Kühe gerechnet.

Dabei wird in Bayern mit einem massiven Rückgang der Milchbetriebe gerechnet. Von heute 36'000 auf 25'000 im Jahr 2020. Das Mehr an Milch wird möglicherweise auch mit einem Preisrückgang einher gehen, wobei die billigere Importmilch auch Auswirkungen auf die Schweiz Milchbauern haben könnte. 

«Milchproduktion lohnt sich künftig nur noch ab 100 Tieren»
Theo Göbbel, Milchexperte der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, geht denn auch davon aus, dass in der EU künftig nur noch die grösseren Betriebe eine Chance habe werden, wie er gegenüber der Österreichischen Bauernzeitung sagte. Künftig werde sich die Milcherzeugung nur noch ab 100 Kühen lohnen. «Entweder die Milchbauern investieren richtig oder sie steigen aus, um das betriebliche Vermögen zu erhalten», so Göbbel.

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