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«Fluffy Cows»

Kühe, schön föhnfrisiert

Nutztiere | Montag, 24. November 2014, Matthias Gräub

Ein amerikanischer Rinderbauer nutzt die Gunst der Stunde. Seine Kühe und Stiere, die er zur Vorführung einschamponiert und flauschigföhnt, sind zur Internetsensation geworden. Nun spielt er das Spiel mit.

Eine frisierte Färse von Matt Lautner. Video: YouTube/Matt Lautner

«Fluffy Cows R us» steht auf den T-Shirts, die Matt Lautner auf seiner Internetseite zum Verkauf anbietet. «Flauschige Kühe», verbunden mit dem Namen der Spielwarenkette «Toys R us». Lautner versucht, vom Internet-Trend zu profitieren, der ihm für kurze Zeit einen hohen Bekanntheitsgrad eingebracht hat.

Matt Lautner ist weder ein Künstler noch ein Tierfriseur, sondern ein ganz gewöhnlicher Rinderbauer, der sein Vieh vor dem Verkauf optimal präsentieren will. Und dafür holt er halt schon mal Schampooflasche und Föhn hervor und verzaubert seine Tiere in «flauschige Riesenteddys», wie sie die Internetuser auf der Website «Reddit» bezeichnen.

Vieh, keine Haustiere
Der Viehzüchter will seine Zeit als Internetsensation dafür nutzen, die Bevölkerung darüber aufzuklären, wie Viehschauen und -auktionen ablaufen und wie Bauern ihre Kühe und Stiere präparieren. In einem Interview mit «USA Today» erklärte er, dass die Züchter ihre Tiere bis zu zweimal am Tag waschen, kämmen und föhnen, bevor sie vorgeführt werden. Auf seiner Webseite schreibt er gar, es würden Haarsprays, Öle und Haartrimmer verwendet, um das Winterfell der Tiere auf Hochglanz zu bringen.

Problematisch sähe Lautner allerdings, dass die Internetnutzer seine Tiere als «herzig» oder als «zu süss zum Schlachten» bezeichnen. Zu «USA Today» sagte er: «Ich habe Angst, dass die Leute den falschen Eindruck bekämen, die Kühe seien Haustiere und kein Vieh.» Deshalb hat er auf seiner Website nicht nur die «flauschigen Kühe» selbst gezeigt, sondern auch das Fleisch, das letztlich aus ihnen gewonnen wird.  

«Fluffy Cows» hat sogar eine eigene Facebook-Seite mit inzwischen über 50'000 Likes.

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