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Tierschutz

Pelzprodukte mangelhaft deklariert

Nutztiere | Dienstag, 14. Oktober 2014, sda

Die Schweiz ist das einzige Land mit einer Deklarationspflicht für Pelze. Die entsprechenden Informationen werden von ausländischen Lieferanten nicht automatisch mitgeliefert. Die Umsetzung der Pelzdeklaration soll verbessert werden.

Seit dem 1. März müssen Pelze und Pelzprodukte verbindlich deklariert sein («Tierwelt-Online» hat berichtet). Eine erste Zwischenbilanz zeigt jedoch: In vielen Fällen sind die Waren immer noch unzureichend gekennzeichnet. Der Bund will nun Händlern mehr Informationen zur Verfügung stellen.

Bei 41 von 48 Verkaufsstellen waren Pelzprodukte nicht richtig deklariert. Dies zeigt eine Kontrolle des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV), das bis Ende August stichprobenartig Geschäfte, Onlinegeschäfte und Versandkataloge untersuchte.

Der relativ hohe Anteil an Beanstandungen belege, dass die Umsetzung der Pelzdeklaration verbessert werden müsse, heisst es in der Mitteilung des BLV vom Dienstag. Nachholbedarf bestehe insbesondere bei den Angaben zur Herkunft und Gewinnungsart von Pelzen und Pelzprodukten.

Für die Verkaufsstellen ist es laut BLV teilweise sehr schwierig, die Herkunft von einem Fell zu kennen. Da die Schweiz vorerst das einzige Land mit einer Deklarationspflicht für Pelze sei, würden entsprechende Informationen von ausländischen Lieferanten nicht automatisch mitgeliefert.

Ein gutes Zeugnis stellt der Bund den Pelzfachgeschäften aus. Diese hätten die Verordnung sehr gut umgesetzt. Gute Kenntnisse seien auch bei den Boutiquen vorhanden. Gering sei das Wissen dagegen bei grossen Modeketten, die nur wenige Pelzprodukte im Sortiment anbieten.

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