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Bern

Demonstration gegen Schlachthäuser

1 Kommentare Nutztiere | Montag, 14. Juli 2014, sda

Schätzungsweise 500 Personen haben am Samstag in der Berner Innenstadt an einer Kundgebung «für die Schliessung aller Schlachthäuser» teilgenommen. Aufgerufen zur Demonstration hatte der Verein «tier-im-fokus.ch».

Auf einem Demonstrationszug durch Bern, zwischen Münster- und Waisenhausplatz, skandierten die Teilnehmer Parolen wie «Tiere haben Rechte, Fleisch ist Mord» und auf Transparenten standen Sprüche wie «Tiere fühlen wie wir». Die Organisatoren gaben die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer in einer Mitteilung mit 700 an.

Fleisch ässen die meisten Leute aus purer Gewohnheit, schreibt «tier-im- fokus.ch» in Medienunterlagen zur Kundgebung. Es gelte, einen Bewusstseinswandel herbeizuführen. Die unnötige Gewalt, die täglich millionenfach an sogenannten Nutztieren verübt werde, sei moralisch verwerflich.

Symbolisches Massensterben
Zur Kundgebung gehörte auch eine Aktion mit der Bezeichnung «Die-IN» auf dem Waisenhausplatz. Zum Grunzen von Schweinen aus Lautsprechern und zu Musik legten sich die Kundgebungsteilnehmer auf den Boden, um den Tod der vielen Nutztiere in der Schweiz zu symbolisieren.

Pro Sekunde würden in der Schweiz zwei Nutztiere geschlachtet, sagte ein Sprecher, während in der Pizzeria neben der Kundgebung Leute Pizza Prosciutto assen.

Die Vegane Gesellschaft Schweiz unterstützte die Kundgebung. Der Präsident sagte in einer Rede vor dem Zytgloggeturm, die Mitglieder dieser Gesellschaft zeigten, dass ein Leben ohne tierische Produkte möglich sei.

Die Demonstration war nach Angaben der Organisatoren von der Stadt Bern bewilligt worden. Sie war gemäss «tier-im-fokus.ch» Teil einer internationalen Kampagne mit Kundgebungen in sieben Ländern.

Keine anderen Probleme?
Die Reaktionen im Internet fallen unterschiedlich aus: Die Organisatoren der Kundgebung auf ihrer Facebook-Seite über die rege Teilnahme an der Demonstration freuen und schreiben «1000 Dank an alle AktivistInnen vor hinter und auf der Bühne, ihr alle habt gestern ein Zeichen für die Tiere gesetzt -- und was für eines!».

Andere, vermutlich Passanten, kommentieren den Protestzug mit Hohn. Ein Twitter-Nutzer beispielsweise kommentierte: «Solche Probleme möchte ich auch mal haben» (unten).

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Kommentare (1)

Pia Wagner am 14.07.2014 um 13:31 Uhr
Wen wundert's, dass die Extremis von niemandem ernst genommen werden ? 97 % der Bevölkerung sind Fleischesser und die wollen alle Schlachthäuser schliessen ? Wie soll so ein Quatsch umgesetzt werden ? Vielleicht ging es ja auch nur darum, wieder einmal an eine Demo zu gehen.

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