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Geflügel

«Hühner-WM»: Kroatien vs. Brasilien

Kleintierzucht | Donnerstag, 12. Juni 2014 07:30, Fabienne Schenkel

Die nächsten vier Wochen dreht sich ­alles um die Fussball-WM in Brasilien. Wären die Nationen durch Hühner statt Fussballer vertreten, so hiesse das Auftaktspiel: Südamerikanische Araucanas gegen Kroatische Zwerghühner.

Im Auftaktspiel zur Fussball-WM in der Arena de São Paulo trifft der Gastgeber Brasilien am Donnerstag auf Kroatien. Es könnten sich aber nicht nur die Nationalmannschaften um Thiago Silva (Br) und Darijo Srna (Kro) einen spannenden Kampf auf dem Rasen liefern, auch unter den Hühnerrassen der beiden Nationen lassen sich interessante Vergleiche ziehen. 

Auf der einen Seite stehen die Brasilianer, die sich durch ihren robusten und kompakten Körperbau auszeichnen. Die fehlenden Schwanzfedern sorgen dabei für eine aerodynamische Form und können bei einem schnellen Sprint durchaus von Vorteil sein.  Auf der anderen Seite finden wir die handzahmen kroatischen Hühner, bei denen man wohl kaum mit groben Fouls zu rechnen hat. Genau wie ihre menschlichen Nationalgenossen, die erst zum vierten Mal an einer Weltmeisterschaft teilnehmen, sind sie eine eher unerfahrene Truppe. Sie wurden erst im letzten Jahr mit den Farbenschlägen Goldhalsig und Rotbunt in den Europastandard aufgenommen und somit als international wettbewerbstauglich erklärt. 

Flinke, wendige Kroaten
Kroatien darf sich aber keinesfalls von dem riesigen Palmarès der brasilianischen Nationalmannschaft mit ihren fünf Weltmeisterschaftstiteln und der weltweiten Verbreitung ihrer Hühnerrasse einschüchtern lassen. Obschon die fauchenden Laute der Araucana imponierend sind, bringen sie keinen spielerischen Vorteil. 

Vergleicht man Gewicht und Körperbau der Kontrahenten sind nämlich die Kroaten im Vorteil, wenn es um flinke, agile Bewegungen geht. Sie sind leichter und wendiger, was dazu führt, dass sie ihre Gegenspieler durchaus auch einmal mit einem kurzen Flug überlisten können. Die Brasilianer ihrerseits könnten ihre Körpergrösse vor allem bei Kopfbällen ausspielen. Ob dabei die auffallenden Federquasten an der Seite ihres Kop-fes helfen, sei dahingestellt. Sicher ist nur, dass diese für die Zuschauer ein echter Hingucker sind. Die Rasse sorgt aber bereits im Vorfeld der Weltmeisterschaft für aussergewöhnliche Farbtupfer: Ihre Eier sind grünlich gefärbt – und das ist in der Hühnerwelt eine echte Rarität. 

Sollte das Wetter Kapriolen machen, stehen die Araucanas mit Sicherheit besser da. Nicht nur dass sie den Heimvorteil geniessen. Sie sind auch als sehr widerstandsfähige Rasse bekannt, die sämtlichen Witterungsumständen trotzen kann. 

Nun können wir auf das Spiel gespannt sein, schaffen es die Gastgeber das Eröffnungsspiel zu gewinnen? Oder setzen sich die Aussenseiter aus Kroatien durch?


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