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Kanton Zürich

Veterinäramt räumt privaten Tierpark

Zoo | Mittwoch, 5. April 2017, sda

In Hinwil ZH haben das Veterinäramt und die Kantonspolizei Zürich in einer mehrstündigen Aktion zahlreiche exotische Wildtiere beschlagnahmt. Die Haltungsbedingungen waren mangelhaft.

Die Liste der Tiere, die am Mittwoch in Hinwil im Zürcher Oberland beschlagnahmt wurden, ist lang. Laut Medienmitteilung des Zürcher Veterinäramts wurden Riesen- und andere Schlangen, Leguane, Hirsche, verschiedene grosse Aras, Süsswasserrochen, Lamas, Alpakas, Wasch- und Nasenbären sowie weitere Tiere abgeholt.

Der Tierhalter verfügte nicht über die Bewilligungen, um die Tiere überhaupt halten zu können, schreibt das Veterinäramt. Zudem seien bei der Räumung diverse Mängel festgestellt worden. So wurden viele Tiere in Gehegen gehalten, die zu klein oder die nicht artgerecht eingerichtet waren. Einige der Gehege waren auch offen – «dadurch bestand die Gefahr, dass die Tiere entfliehen konnten». Zudem seien auch die klimatischen Bedingungen für diverse Tierarten mangelhaft gewesen und vereinzelt sei die Hygiene ungenügend gewesen, heisst es weiter. Schliesslich seien auch hochsoziale Tiere isoliert gehalten worden.

Zweiter Einsatz innert zwei Jahren
Viele der exotischen Wildtiere seien unter völlig ungeeigneten Bedingungen gehalten worden oder befänden sich in einem schlechten gesundheitlichen Zustand, fasst das Veterinäramt zusammen. Die beschlagnahmten Tiere würden nun veterinärmedizinisch versorgt und tierschutzkonform untergebracht.

Die Tierhaltung im Zürcher Oberland wurde aufgrund von Hinweisen der Polizei und aus der Öffentlichkeit geräumt. Sie war dem Veterinäramt schon seit geraumer Zeit bekannt: Bereits vor knapp zwei Jahren fand dort ein Grosseinsatz statt. «Dabei wurden ebenfalls zahlreiche Wild- und Haustiere beschlagnahmt, weil sie nicht tiergerecht gehalten wurden», schreibt das Amt.

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