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Washington

Bao Bao fliegt nach China

Zoo | Mittwoch, 22. Februar 2017, sda/afp/dpa/msi

In der US-Hauptstadt Washington ist die dreieinhalbjährige Pandabärin Bao Bao mit viel Tamtam verabschiedet worden. Das bei Zoobesuchern beliebte Weibchen flog aufgrund eines Abkommens nach China.

Per 16-stündigem Direktflug an Bord eines Spezialtransporters wurde die Bärin am Dienstag in das Panda-Zucht-Zentrum in Chengdu gebracht. Die Hauptstadt der Provinz Sizchuan gilt als Panda-Hauptstadt der Welt. In einem Stahlkäfig wurde Bao Bao am Flughafen Dulles in die Maschine gebracht. Mit an Bord waren ein Tierarzt und ein Pfleger. Den Flug dürfte sie wohl fressend verbringen – rund 30 Kilogramm Futter, vor allem Bambuspflanzen, wurden dafür mit verladen.

Am Mittwochabend landete Bao Bao dann nach einem 17-stündigen Flug in Chengdu. Bao Baos Eltern stammen aus China und wurden an den Zoo von Washington ausgeliehen. Ein Abkommen sieht vor, dass der Nachwuchs solcher Tiere EigentumChinas ist und vor Vollendung des vierten Lebensjahres nach Fernostgebracht werden muss. Ins Zuchtprogramm aufgenommen wird sie, sobald sie im Alter von fünf oder sechs Jahrengeschlechtsreif ist.

Mit diesem Video verabschiedet sich der Zoo von Bao Bao (Video: Smithsonian's National Zoo)

Zum Abschied von Bao Bao waren am vergangenen Wochenende rund 60'000 Besucher in den Washingtoner Zoo gekommen, manche von ihnen von sehr weit her. Ihr Abtransport aus dem Tiergehege wurde per Livestream im Sozialnetzwerk Facebook übertragen. Unter dem Hashtag #ByeByeBaoBao postete und twitterte der Zoo, was das Zeug hält. 

Zu ihrer Taufe hatte die 2013 geborene Bao Bao Glückwünsche von der damaligen US-First Lady Michelle Obama und Chinas First Lady Peng Liyuan erhalten. In China werden die bedrohten Tiere sehr verehrt. Schätzungen zufolge leben noch rund 1800 wilde Pandabären in der Provinz Sichuan.   

Von der Geburt bis zur Abreise: Best of Bao Bao (Video: Smithsonian's National Zoo)

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