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Neue Bedrohung

Seuche bedroht letzte Bestände des Kakapos

Wildtiere | Freitag, 14. Juni 2019 16:00, sda/afp

Die dicksten Papageien der Welt stehen erneut kurz vor dem Aussterben. Der in Neuseeland beheimatete Kakapo wird derzeit von einer sich massenhaft ausbreitenden Infektionskrankheit dahingerafft.

36 der nachtaktiven und flugunfähigen Vögel würden von Tierärzten behandelt, wie die Naturschutzbehörde des Landes am Donnerstag mitteilte. Sieben seien bereits gestorben, darunter zwei erwachsene Kakapos – ein herber Verlust bei einer Gesamtpopulation von nur noch 147 ausgewachsenen Tieren.    

Die Infektionskrankheit Aspergillose habe «verheerende Auswirkungen» auf die seltenen Papageien, erklärte die Naturschutzbehörde. Die Krankheit befalle das Atmungssystem und bedrohe den Fortbestand der extrem seltenen Art. Vor diesem Jahr war nur ein an Aspergillose gestorbener Kakapo dokumentiert worden.    

«Es ist eine nie dagewesene Bedrohung und wir arbeiten wirklich hart daran zu verstehen, warum das dieses Jahr passiert», sagte der Tierarzt des Zoos von Auckland, James Chatterton, dem Sender TVNZ. Derzeit gehen die Wissenschaftler davon aus, dass die hohen Temperaturen zu der starken Ausbreitung der Aspergillose führte.    

Auch die in diesem Jahr aussergewöhnlich gut mit Nachwuchs gefüllten Nester begünstigten der Hypothese zufolge die Krankheit. Die nur 50 ausgewachsenen Kakapo-Weibchen legten 249 Eier, aus denen bis Mitte April rund 90 Küken schlüpften – mehr als doppelt so viel wie in der vergangenen Brutsaison («Tierwelt Online» berichtete).    

Die gelb-grünen und rund vier Kilo schweren Vögel leben ausschliesslich auf vier Inseln vor der neuseeländischen Küste, auf denen sie keine natürlichen Feinde haben. Die Tierart wird von Forschern strengstens überwacht. Kakapos galten bereits als ausgestorben, als 1970 einige überlebende Exemplare gefunden wurden.

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