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«Fat Bear Week»

Alaska sucht den dicksten Bären

Wildtiere | Mittwoch, 3. Oktober 2018, Meret Signer

Am Mittwoch begann im Katmai-Nationalpark in Alaska die «Fat Bear Week». Eine Woche lang kann man seinen dicken Lieblingsbären seine Stimme geben – wer sich am meisten Speck angefressen hat, gewinnt. 

Im Katmai-Nationalpark auf der Alaska-Halbinsel leben geschätzt 2200 Braunbären. Und diese sind momentan auf einer wichtigen Mission: Sie müssen Gewicht zulegen – und zwar viel. Denn nur mit den nötigen Fettreserven überstehen sie die Winterruhe, die bis zu einem halben Jahr dauern kann.                      

Der Katmai-Nationalpark weist neben seiner grossen Bärenpopulation, die wahrscheinlich grösser ist als die der Menschen in dem Gebiet noch eine weitere Besonderheit auf: Im Brooks River versammeln sich die Rotlachse, um flussaufwärts zu ihren Laichplätzen zu schwimmen. Ein Naturspektakel, das für die Bären einen reich gedeckten Tisch bedeutet. An den Brooks-Falls-Wasserfällen kommt es jeweils zu Versammlungen mit der grössten Braunbärdichte der Welt: Duzende von ihnen schlagen sich hier die Bäuche voll.      

Die Bären-Live-Kamera zeigt eindrucksvoll die Versammlung der Bären an den Brooks Falls (Video: Explore Bears & Bison): 

Im Juli tauchen die Lachse normalerweise auf – und damit beginnt für die Bären das grosse Fressen. Seit dem Sommer sei es zu einer dramatischen und sichtbaren Gewichtszunahme gekommen, teilt der Nationalpark mit. Zum vierten Mal führt er deshalb die «Fat Bear Week» durch. Jeden Tag treten auf der Facebook-Seite des Parks zwei Bären gegeneinander an. Mit einer «Gefällt mir»-Angabe beim jeweiligen Foto gibt man dem Dickeren von ihnen seine Stimme. Der Bär mit den meisten «Likes» ist eine Runde weiter. Das Finale findet am nächsten Dienstag statt, dem «Fat Bear Tuesday».      

480 Otis ist der Titelverteidiger
«Wir betreiben kein ‹fat shaming›», schreibt der Nationalpark. «Grosse Anteile Körperfett sind bei Braunbären ein Zeichen für gute Gesundheit und hohe Überlebenschancen. Während dem Winter kann ein Bär bis zu einem Drittel seiner Körpermasse verlieren.»        

Zu den heissesten Titelanwärtern zählen laut Nationalpark dieses Jahr der Bär 747, dessen Bauch «selten weg vom Boden kommt» und die Bärin 435 Holly, die nicht nur sich selbst, sondern auch ihre beiden Jungen versorgen muss. Kein Weg vorbei führt natürlich auch am Titelverteidiger und amtierenden «Fattest Bear» 480 Otis. Alle drei stehen am Freitag zum ersten Mal im «Ring». Möge der Fettere gewinnen!

Der «Turnierplan» der «Fat Bear Week»:

Wer hat sich mehr Speck angefressen? 151 Walker oder 409 Beadnose?

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