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Kälte

Keine Chance für Väterchen Frost

Garten | Freitag, 12. Dezember 2014, Dagmar Stein

«Der Frost geht – der Schaden kommt»,  lautet ein alter Gärtnerspruch. In Wintern mit Dauerfrost leiden vor allem Topfpflanzen, da sie durchfrieren oder austrocknen können. Das lässt sich mit einfachen Methoden verhindern.

Nutzen Sie die schönen Tage im Herbst, um den Garten winterfest zu machen. Denn die Nächte haben schon teilweise Bodenfrost und der erste Schnee kann überraschend schnell kommen. Auch wenn viele Pflanzen winterhart sind, brauchen sie vor allzu starkem Frost und austrocknendem Wind Schutz, damit sie den Winter unbeschadet überstehen.

Vor allem Stämmchenrosen, Gehölze oder Gräser in Töpfen und Kübeln sollten daher warm eingepackt werden, denn sie sind durch den rundum eindringenden Frost besonders gefährdet. Als Schutz eignen sich verschiedene Materialien, zum Beispiel Kokosmatten, Jutesäcke, Luftpolsterfolie oder spezielle Winterschutzvliese aus dem Gartencenter. Zum Festbinden und zur Verschönerung gibt es passend dazu Jutebänder in verschiedenen, attraktiven Farben, die zu dekorativen Schleifen gebunden werden können. Töpfe mit winterharten Gräsern oder Gehölzen wie Buchs sollten zum Schutz gegen das Durchfrieren mit einer Kokosmatte oder einer Luftpolsterfolie fest umwickelt werden. Den eingewickelten Topf können Sie dann in einen entsprechend grossen Übertopf oder in einen Jutesack stellen und mit einer hübschen Schleife festbinden. So ist der Topf auch im Winter ein stimmungsvoller Anblick und schmückt Hauseingang, Terrasse oder Balkon.

Eine Kokosmatte dient als Frostschutz für Kübelpflanzen.
Eine Kokosmatte dient als Frostschutz für Kübelpflanzen.
Bild: Dagmar Stein

Vertrocknungsgefahr
Keramik- oder Terrakottagefässe schützt man zudem entweder durch untergestellte Füss­chen, durch Holz- oder Pflanzenroller, denn sonst können sie durch allzu viel Frost platzen. Unter einem Dach sind sie ausserdem viel besser aufgehoben als im Freien.

Bei Stämmchenrosen sollte die Krone mit einem Winterschutzvlies umhüllt werden. Kürzen Sie die Triebe vorher auf etwa 20 bis 30 Zentimeter ein. Danach können Sie die Veredelungsstelle mit etwas Vlies umwickeln und ebenso ein Stück Vlies über die Krone stülpen. Mit einem Band oben und unten zubinden – so werden die Rosen selbst starke Fröste gut überstehen. Wer mag, kann sie noch zusätzlich mit einem dekorativen Jutesack umhüllen und mit Schleifenbändern versehen.

Immergrüne Pflanzen in Töpfen sind während der kalten Jahreszeit besonders gefährdet, zu vertrocknen. Blätter, Triebe und sogar ganze Pflanzen gehen oft nach dem Winter mit vertrockneten Blättern und Trieben ein. Der Grund: Pralle Sonne nach einer Frostnacht lässt Blätter und Knospen schon auftauen und verdunsten, während die Wurzeln noch gefroren sind. Schreitet der Auftauprozess zu schnell fort, können die Wurzeln kein Wasser liefern – die Pflanzenteile trocknen aus. Nutzen Sie daher im Winter Tauwetterperioden, um alle Immergrünen gründlich zu giessen.

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