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Gemüse

Miniaturen schmecken besser

1 Kommentare Garten | Donnerstag, 15. Mai 2014, Dagmar Stein

Nicht die grosse Masse, sondern feine Extraklasse ist das Ziel. Gourmetköche wissen schon lange, was besonders gut schmeckt: Minigemüse.

Filet-Böhnchen geniessen Kenner bereits stricknadeldick, Zucchetti am liebsten mit Blüten, auf jeden Fall ganz klein. Pflaumenförmige Tomaten in mundgerechter Form, einfach zum Vernaschen oder Minigurken, besonders zart und fein, ganz klar: Minigemüse sind im Trend. Dabei muss man sie nicht unbedingt im Supermarkt kaufen, Minigemüse kann jeder selbst züchten. Damit es jedoch taufrisch und knackig zur Verfügung steht, sollte man auf ein paar Dinge achten.

Säen und pflanzen Sie dichter als gewohnt: Alle genannten Gemüse können Sie wie üblich säen oder pflanzen. Später braucht Minigemüse weniger Platz. Es gedeiht sogar in Gefässen auf Balkon und Terrasse. Verziehen Sie Karotten auf 1 Zentimeter Abstand, Spitzkabis auf 20×30 Zentimeter, Kohlrabi auf 10×20 Zentimeter, Minirotkohl auf 25×30 Zentimeter, Brokkoli auf 10 bis 15×30 Zentimeter.

Ernten können Sie viel früher als gewohnt: Das trifft zum Beispiel bei Busch- und Stangenbohnen zu, auch bei Gurken, Patissons («Fliegenden Untertassen»), Zwiebeln oder Brokkoli und Blumenkohl (sehr schmackhaft sind die grünen Sorten wie «Romanesco» und «Minaret»).

Häufige Ernten bringen grössere Erträge
Wenn man Wirz frühzeitig erntet, treiben die Pflanzen an den Seiten der Strünke wieder aus. Viele zarte Miniköpfe mit Supergeschmack sind die Folge.

Bei Zucchetti und Gurken gilt: je häufiger die Ernte, desto mehr Früchte setzen an. Von Zucchetti gibt es auch kletternde Sorten («Black Forest F1») für die Kultur an Gittern oder Schnüren. Ihr Vorteil: viele kleine Früchte und geringer Platzbedarf.

Mini- oder Party-Gurken werden schon bei 10 bis 15 Zentimeter Länge geerntet. Sie schmecken viel angenehmer und zarter als die üblichen Schlangengurken, sind kernlos, bitterfrei und brauchen nicht geschält zu werden. Die Sorte «Printo» trägt büschelweise Früchte und kommt ohne Schnitt aus.

Beliebt wegen ihres ausserordentlich guten Geschmacks sind die kleinen runden weissen Mairübchen aus Japan (Sorten wie «Market Express» oder «Tokyo Cross»), die man im Frühjahr und Herbst im Freien oder im Frühbeet, den Winter über im beheizten Gewächshaus ziehen kann.

Die gelbe, süsse Karotte «Pfälzer» (gewöhnlich kennt man die Sorte nur als Futterrüebli), die süsse Rande «Chioggia» mit dekorativen rot-weissen Ringen und die besonders aromatischen Cherrytomaten mit hängendem («Tumbling Tom rot») oder stehendem Wuchs («Dasher») sind ebenfalls ein Genuss. Ein Hit ist der Mini-Lattichsalat «Xanadu», besser bekannt als «Salatherzen». Er hat kaum Umblätter, dafür braucht er wenig Platz und hat ein wunderbar saftiges, süss schmeckendes Herz.

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Kommentare (1)

Wirz Elisabeth am 01.04.2015 um 19:30 Uhr
Interessanter Beitrag, nur wo gibt es Samen um diese Mini-Gemüse
selber zu ziehen und später ins Freibeet zu pflanzen.
Danke für Ihre Antwort

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