Tipps
› Zurück

Blumen

Blume bietet dem Winter die Stirn

Garten | Freitag, 17. Januar 2014, Dagmar Stein

Ein Wunder zur Weihnachtszeit: Von alters her verbindet sich mit Christrosen ein besonderer Zauber, der sich in vielen Gedichten und Sagen niederschlägt. Die in den Alpen heimischen, winterharten Stauden haben ihre reinweissen Blüten nun bereits geöffnet.

Auch wenn sie von Schnee und Eis umgeben ist, bietet die Christrose der tristen Stimmung der Wintermonate Paroli und kündet vom neuen Leben, das die eisige Kälte überwindet. Mit grossen, reinweissen Blüten und einem zierlichen Kreis zartgelber Staubgefässe versucht sie die wenigen Insekten anzulocken, die um diese Jahreszeit unterwegs sind. Wegen ihrer ungewöhnlichen Blütezeit und ihrer wunderschönen schlichten Blüten gilt die Alpenblume traditionell als ein Symbol für die Weihnachtszeit. Dafür werden die Blüten als Sträusschen oder die Pflanzen im Topf auch heute noch sehr gern gekauft.

Christrosen eignen sich sowohl für adventliche Dekorationen im Innenbereich als auch für weihnachtlichen Blütenschmuck auf der Terrasse, dem Balkon oder im Garten. Fügt man attraktive Adventsdekorationen wie Sternchen, Engel oder andere Weihnachtsfiguren zur Auflockerung bei, lässt sich ein stimmungsvoller Blumenschmuck für die Weihnachtszeit gestalten.

Christrosen sind giftig – nach dem Schnitt die Hände waschen!
Je nach Sorte erscheinen ihre Blüten von Anfang November bis Ende Februar. In milden Wintern blühen sie durch, um im Februar bis März ihren Höhepunkt zu erreichen. Mit verschiedenen Sorten können sie über Wochen für einen andauernden Blütenzauber drinnen und draussen sorgen. In den letzten Jahren machen besonders grosse, robuste Sorten mit riesigen Blüten auf sich aufmerksam.

Viel wüchsiger und blühfreudiger als die Naturform ist zum Beispiel die Sorte «HGC Jacob» mit dichtem grünem Laub und reinweissen Blüten oder die neue Sorte «HGC Wintergold», die besonders viele Blüten hervorbringt. Man kann von ihnen auch Sträusse schneiden. Doch seien Sie vorsichtig: Christ­rosen sind giftig, daher nach dem Schnitt auf jeden Fall die Hände gründlich waschen!

Für Garten-, Balkon- oder Terrassenbesitzer sind die Pflanzenraritäten ein hübsches Geschenk, das man nach der monatelangen Blüte im Garten auspflanzen kann. Stellen Sie neu erworbene Christrosen jedoch erst bei frostfreiem Wetter nach draussen, damit sich die vorgezogenen Pflanzen langsam an die tieferen Temperaturen gewöhnen.

Alle Christrosen sind sehr genügsam und als Bewohner schattiger, im Sommer oft trockener Wälder erstaunlich widerstandsfähig. Man kann sie deshalb im Schatten von Gehölzen pflanzen. Hauptsache, die Langsamwachser bleiben auf Jahre ungestört. Ein lehmiger, aber durchlässiger Boden entspricht ihren heimatlichen Verhältnissen, doch gedeihen sie auch auf leichten Böden mit genügend Humus. 

› Zurück
Kommentar schreiben

Klassische Website anzeigen