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Pflanzenschnitt

Jetzt bekommen die Gehölze wieder Form

Garten | Donnerstag, 22. August 2013, Dagmar Stein

Für Hecken und Formgehölze ist der Sommerschnitt ideal. Auch Sträuchern und Obstbäumen tut ein Rückschnitt jetzt gut. Dann haben die Pflanzen beste Voraussetzungen, um sich zu erholen und für den Winter zu wappnen.

Wachstum will gebändigt werden, sonst macht sich Wildwuchs breit, der seine Nachbarn bedrängt und nicht in gepflegte Gärten passt. Ein weiterer Vorteil: geschnittene Gehölze blühen und fruchten besser. Durch das Zurückstutzen der üppigen Frühlingstriebe verzweigen sich Heckenpflanzen, verdichten sich und bilden neue Austriebe. Bis Anfang August haben Sie noch Zeit zum Schnitt von Heckenpflanzen. Dann reifen die neuen Herbsttriebe noch genügend aus vor dem Frost.

Frühlingsblüher wie Deutzien, Flieder, Ranunkelstrauch (Kerria), Spiraen, Forsythien und Zieräpfel lichtet man gleich nach ihrer Blüte aus, spätestens im Juli. Frühlingsblühende Sträucher bilden nach dem Auslichten bald neue kräftige Triebe fürs nächste Jahr. Auch bei Obst- und Ziergehölzen ist der Verjüngungs- und Korrekturschnitt im Sommer günstiger als im Winter, denn jetzt ist die Gefahr für Infektionen schneller vorbei. Empfehlenswert ist nach wie vor das Verstreichen der «Schnittwunden» mit Baumwachs oder desinfizierenden Ölen.

Formgehölze liegen absolut im Trend. Doch wenn Spiralen, Kegel oder grüne lebende Figuren aus Buchs, Eibe oder Lebensbaum wirklich perfekt aussehen sollen, brauchen sie zwei- bis dreimaligen Schnitt im Jahr für ein dichtes Verzweigen. Ob von Hand oder mit der Akkuschere, wichtig ist vor allem scharfes Werkzeug. Schablonen wie Kugeln, Kegel, Pyramiden oder Quader sind beim Schneiden von Formgehölzen praktische Hilfen. Man kann sie aus Karton, Sperrholz oder Maschendraht ganz leicht selber basteln oder auch in guter Qualität im Gartencenter erstehen.

Weil die Schnittgeräte leicht und sehr handlich geworden sind, ist die Nachfrage nach elektrischen Akkuscheren gross. Es gibt sie von allen namhaften Herstellern. Achten Sie beim Kauf auf möglichst lange Arbeitszeit. Günstig ist es auch, mit zwei Lithium-Ionen-Akkus im Wechsel zu arbeiten.

Für Schnittarbeiten in der Höhe sind nach wie vor verlängerbare Astscheren gefragt. Ohne Leiter, leicht und sicher vom Boden aus, kann man damit bis in vier bis fünf Meter Höhe Schnittarbeiten erledigen.

Was jetzt geschnitten wird

Obstgehölze: Äpfel, Birne, Wein, Kiwi jetzt auslichten, Sauerkirschen, Johannis-, Stachel-, und Brombeeren werden gleich nach der Ernte um ein Drittel eingekürzt. Bei Himbeeren werden die alten Triebe nach der Ernte ganz abgeschnitten.

Beet- und Schnittrosen: Verblühtes den Sommer über zurückschneiden bis aufs erste fünfteilige Blatt. Aus dessen Blattachsel wächst ein neuer Trieb.

Hecken und Formgehölze: Buchs, Eiben, Stechpalme und Liguster kann man bis Mitte August in Form bringen.

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