Tipps
› Zurück

Tierwelt 10/2013

Win-Win-Situation für Gärtner und Vögel

Garten | Donnerstag, 7. März 2013 07:30, Dagmar Stein

Emsig sammeln Vögel für ihre Jungen Raupen, Käfer und Läuse. Sie räumen damit kräftig unter den vielen Schädlingen auf. Für Ihren Garten können Sie nichts Besseres tun, als mit Nistkästen möglichst viele freiwillige Helfer anzulocken und heimisch zu machen.

Weil die besten Nistplätze bereits im Winter besetzt werden, sollten Sie rechtzeitig Nistkästen aufhängen und bereits vorhandene jetzt reinigen und auf Schäden überprüfen. Alles Baumaterial der früheren Nestbewohner wird dabei entfernt und der Behälter gründlich gereinigt. Man tut damit ein gutes Werk, denn zwischen Federn, Gras und Laub finden Flöhe und Milben ein passendes Überwinterungsquartier – sie sind lästige Schädlinge, die auch der heranwachsenden Brut übel zusetzen können.

Achten Sie auf sachgerechte Nistkästen. Welche Vogelart in die Nisthöhle einzieht, hängt im Wesentlichen von der Grösse des Einflugloches und der Beschaffenheit des Nistkastens ab. Denn jede Art braucht ihr eigenes Schlupfloch – es sollte eng genug sein, damit Nesträubern wie Elstern und Spechten der Eintritt verwehrt ist.

Nistkästen sollten vor praller Sonne und vor hungrigen Katzen geschützt werden
Höhlenbrüter wie Meisen, Kleiber, Wendehals oder Rotschwänze brauchen altes, morsches Holz, um ihre Kinderstuben zu bauen. Nicht jeder hat dies in seinem Garten zu bieten. Nistkästen aus Holz oder Holzbeton sind jedoch dafür ein willkommener Ersatz. Bestehen die Nistkästen aus hartem, aber luftig-isolierendem Holzbeton, können auch Spechte und gierige Nesträuber wie Elstern weder das Einflugloch erweitern noch auf andere Weise in die gesicherte Vogelkinderstube eindringen.

Um die Vielfalt der Arten in Ihrem Garten zu erhöhen, können Sie unterschiedliche Nistkästen aufhängen, dann gibt es weder für Meisen und Rotkehlchen noch für die kleinen Zaunkönige ein Problem. Sie stören sich nicht aneinander, man kann die Nistkästen daher auch mit wenig Abstand (10 bis 20 Meter) voneinander anbringen. 

In umzäunten Gärten und ruhigen Waldgebieten können die Nisthöhlen in Augenhöhe hängen, das macht das Anbringen an Ästen und auch das Reinigen leichter. Der ideale Standort für brütende Vögel ist in Leiterhöhe (etwa drei Meter), stets auf der windabgewandten Seite (Südosten), vor praller Sonne und durch einen Drahtgürtel vor hungrigen Katzen geschützt. 

Nistkästen sind nicht nur eine Bruthilfe für nützliche Gartenbewohner, sie können auch richtige Schmuckstücke und dekorative Hingucker im Gartenbereich sowie rund ums Haus sein. Aus einfachen Kästen entstehen mit Latten und Rinde, Pinsel und Farbe kleine Kunstwerke. Attraktive Nistkästen gibt es aber auch fertig zu kaufen.

› Zurück
Kommentar schreiben

Klassische Website anzeigen