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Garten

Leckerbissen für Auge und Nase

Garten | Donnerstag, 7. März 2013, Dagmar Stein

Auch wenn die Natur draussen noch trist und blütenlos erscheint, im geschützten Wintergarten kann man sich schon jetzt vom kommenden Frühling aufmuntern lassen. Ebenso hübsch wie wohlriechend sind die Falschen Mimosen.

Sie sind etwas Besonderes: Ungewöhnlich in ihrer Form und mit prächtigen goldgelben Blütenbällchen fallen die Falschen Mimosen im Reigen der vielen Pflanzenschätze aus tropischen Ländern auf. Den Sommer verbringen die Kübelpflanzen gern auf heissen Terrassen und Balkonen, die kalte Jahreszeit in energiesparenden, kühlen, aber frostfreien Wintergärten. Offeriert man ihnen viel Licht, fühlen sie sich auch in unseren Breiten wohl.

Die dicht besetzten Blütenzweige der «Mimosen» findet man schon im Februar als erste Frühlingsboten aus dem Süden importiert bei allen Floristen. In ihrer australischen Heimat und in subtropischen Gebieten gedeiht die «Mimose» als bis zu 30 Meter hoher Baum. Auch als schnellwüchsige Kübelpflanze im Wintergarten strebt sie mit etwas seitwärts abstehendem Wuchs in die Höhe. Ihre kleinen, flauschigen, gelben Blütenbällchen erfüllen den Raum mit herb-aromatischem Duft und künden vom kommenden Frühling. Im mässig warmen Wintergarten öffnen sie sich an den Bäumchen von Ende Februar /Anfang März bis April.

Die Blätter sind nicht nur ein Hingucker, sondern auch ein Dauerbrenner
Dabei ist Acacia dealbata eigentlich gar keine Mimose, sondern eine Akazie. Mit Mimosen verbindet sie nur die Zugehörigkeit zur gleichen Familie, den Schmetterlingsblütlern (Leguminosen). Da ihre Blüten aber der echten Mimose ähneln, hat sie davon ihren Namen erhalten. Doch nicht nur die Blüten sind ein Augenschmaus, auch die zart-fedrigen, silbrig glänzenden Blätter sind ein echter Hingucker. Da sie das ganze Jahr über erhalten bleiben, ist der immergrüne Strauch ein idealer Schmuck für den Wohnbereich. Der Standort der Falschen Mimose sollte über Winter hell, frostfrei und kühl sein (zwei bis sechs Grad). Auch lieben es die Pflanzen bis Februar eher trocken in sandig-humoser Erde. Dann wieder mehr giessen und düngen.

Nach den Eisheiligen Mitte Mai können Sie die robusten Kübelpflanzen während der Sommermonate gut auf die Terrasse oder den Balkon stellen. Gönnen Sie den Pflanzen anfangs zum Abhärten einen schattigen Platz, sonst können die Blätter durch pralle Sonne Schaden nehmen. Nach ein paar Tagen haben sich die Pflanzen an das neue Klima gewöhnt und vertragen einen sonnigen Standort bis zum Herbst.

Wenn nötig, können Sie den wüchsigen Strauch auslichten und zu lange Triebe einkürzen. Am besten sofort nach dem Blühen, denn die Blüten für das nächste Jahr werden bereits im Sommer angelegt.

Tipp: Wollen Sie buschigen Wuchs erreichen, schneiden Sie frühzeitig den Haupttrieb ab. Schnell bilden sich Seitenzweige und später viele Blüten.

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