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Gänse

A und O der Gänsehaltung

Geflügel | Donnerstag, 5. Dezember 2013, Fabian Schenkel

Es sind keine komplizierten Tiere, aber ein paar Ansprüche stellen Gänse schon an ihre Halter. Eine Gelegenheit zum Schwimmen ist unverzichtbar.

Ob wild oder domestiziert, alle Gänse fühlen sich auf grossen Grünflächen in der Nähe von Wasser am wohlsten. Sie finden dann das meiste des benötigten  Futters selber, und vor allem: je reichhaltiger das Grünfutter, desto besser die Befruchtung und die Aufzucht der Jungtiere. 

Obwohl die Wasservögel früher oft ohne Schwimmgelegenheit gehalten wurden, ist dies heute Pflicht. Im Merkblatt zur Haltung von Gänsen verweist Kleintiere Schweiz auf eine Schwimmstelle mit sauberem Wasser. Diese Forderung wird mit einem Plastikbecken nicht erfüllt. Horst Schmidt, der Autor vom Buch «Gross- und Wassergeflügel», empfiehlt ein zwei Meter langes und 50 Zentimeter tiefes Becken. Damit würde auch merklich die Befruchtungsrate der Bruteier gesteigert. Fliessendes Wasser wäre optimal, damit es frisch bleibt. Fehlt ein steter Zulauf, ist das Schwimmbecken regelmässig zu reinigen. 

Die Gänse richten sich weit mehr nach den Jahreszeiten als die Hühner
Im Frühling ist der Legebeginn abhängig vom Tageslicht. Etwa drei bis vier Wochen nach einer verlängerten Lichtdauer geht das Legen los. Ein acht- bis zwölfstündiger Tag ist notwendig. Doch im Unterschied zu Hühnern ist der natürliche jahreszeitlich geprägte Fortpflanzungszyklus bei der Gans viel ausgeprägter, sodass zusätzliches Licht nicht in jedem Fall hilft. Damit sich die Gänse beim Legen nicht in die Quere kommen, braucht jede ein mit reichlich Stroh ausgestattetes Nest. Davor sollte man eine Schranke bauen, damit sich die Tiere gegenseitig keine Eier klauen. 

Obwohl Gänse generell robust und Klima-unempfindlich sind, gelten Licht, Luft und Trockenheit als Erfolgsfaktoren einer guten Stallung. Aufnahmefähige Einstreu wie Hobelspäne oder Stroh hilft den flüssigen Kot aufzusaugen. Ein zug- und frostfreier Stall verhindert ein Gefrieren der Bruteier im Winter. Sinken die Temperaturen in der Stallung unter null, können die Eier im Keller gelagert werden. Sie kommen zurück in das Nest, wenn die Gans mit Brüten beginnen will. 

Es ist praktisch, das Futter im Stall anzubieten, damit keine Spatzen davon naschen. Wasser hingegen wird am besten draussen verabreicht. So bleibt der Stall trocken und die Gänse können ihr Futter nicht im Wasser aufweichen. Als Futtertröge eignen sich Kübel mit Eigengewicht, damit sie nicht umfallen. Das Gefäss fürs Trinkwasser sollte tief sein, damit die Gans ihre Augen und Nasenlöcher reinigen kann.

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