Tipps
› Zurück

Hühnereier

Quarzgrit für gute Eischalenqualität

Geflügel | Donnerstag, 7. November 2013, Fabian Schenkel

Der Zusatzfütterung von Grit wird in der Hühnerfütterung oft zu wenig Beachtung geschenkt, dabei ist sie lebensnotwendig. Zwei Gramm dieses Zusatzfutters sind pro Huhn und Tag notwendig.

Hühner haben keine Zähne, um das im Auslauf gepickte Gras zu zerkleinern. Erst im Muskelmagen wird die gefressene Mahlzeit durch Steinchen kleingemacht. Das Quarzgrit übernimmt diese Aufgabe. Muschelkalk sorgt für genügend Kalzium, welches zur Eischalenbildung notwendig ist. Der Muschelkalk kann dem Legehennenfutter beigemischt werden. Ebenfalls möglich ist eine Verabreichung von Quarzgrit und Muschelkalk in einem separaten Futterautomaten. Dort decken die Hühner ihren notwendigen Bedarf gleich selbst.

Für das Wachstum braucht das Geflügel viel Kalzium, auch Kalk genannt. Dies ist der wichtigste Mineralstoff in der Geflügelhaltung. Es sorgt für den Aufbau der Knochen. Hat die Eierproduktion begonnen, so braucht eine Henne rund zwei Gramm Kalk pro gelegtes Ei. An Legetagen entnimmt sie ein Gramm dem Futter und das zweite notwendige Gramm entzieht sie ihren Knochen.

Im Buch zur Ernährung und Fütterung des Geflügels schreibt Carl Engelmann weiter, dass bei kalkarmem Futter die Eischale dünner wird. Beobachtungen zeigten, dass Hennen bei völligem Kalkentzug das Legen nach zwölf Tagen gänzlich einstellen. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden dem Körper rund 10 Prozent Kalk für die Eierproduktion entzogen. In der Legeperiode ist der Kalkbedarf hoch und deshalb kann die Schalenqualität gegen Ende des Legejahres abnehmen, da nicht genügend Kalk vorhanden ist. Bei dünnwandigen Eierschalen könnte der Grund ein Fütterungsfehler oder eine Stoffwechselstörung der Henne sein.

Kalzium können die Hühner in Form von Austern, Muschelschalen oder Kalkgrit aufnehmen. Alle drei Formen sind grob und langsam löslich. Die Körnung wird am besten dem Alter der Tiere angepasst. Für Junghennen sollte sie ein bis zwei Millimeter betragen und bei Legehennen kann sie von zwei bis vier Millimeter reichen.

All die oben genannten Punkte zur Qualität der Eierschalen zeigen die Notwendigkeit der freien Verfütterung von Muschelkalk und Quarzgrit auf. Diese ist gleichermassen im Leitfaden zur vorbildlichen Geflügelhaltung von Kleintiere Schweiz umschrieben.

› Zurück
Kommentar schreiben

Klassische Website anzeigen