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Handhabung

So hat man das Huhn gut im Griff

1 Kommentare Geflügel | Donnerstag, 24. Oktober 2013, Fabian Schenkel

Mit ein paar geübten Handgriffen hält man ein Huhn so fest, dass es ruhig in der Hand liegt. Wie das am besten vor sich geht, erklärt der Fachmann.

Wer Hühner hält und sie vielleicht auch auf Ausstellungen zeigt, steht irgendwann einmal vor der Herausforderung, das Huhn nicht nur einfangen, sondern es auch richtig festhalten zu müssen. Wie immer geht es mit ein paar Kniffen und Tricks einfacher:

Bevor man ein Huhn halten kann, muss es eingefangen werden. Am leichtesten geht dies bei Dunkelheit auf der Sitzstange. Dabei wird das Huhn mit der einen Hand unter dem Körper und mit der anderen Hand oberhalb der Flügel angefasst. Auf der Hand unter dem Körper liegt das Huhn mit der Brust und dem Bauch auf. Der Daumen dieser Hand wird rechts von einem Bein, der Zeigefinger zwischen den Beinen und der Mittelfinger links vom zweiten Bein gehalten. Durch leichtes Zusammendrücken der Finger ist es dem Huhn nicht mehr möglich zu fliehen. Es sei denn, es erschreckt den Hühnerhalter mit einem kräftigen Flügelschlag. Dies könnte dem Huhn zur Flucht verhelfen, weshalb die zweite Hand stets über den Flügel gehalten wird. Dadurch werden Flügelbewegungen verhindert und eine Flucht ist unmöglich. Diese Methode erfordert etwas Übung seitens des Halters und vor allem Ruhe. Denn ist der Halter aufgeregt, überträgt sich seine Nervosität auf das Huhn und es ist kaum noch zu beruhigen.

Zum Einfangen mit Leckereien in den Stall locken
Die Lunge dehnt sich beim Huhn durch den festen Brustkorb nur wenig aus. Deshalb ist der Atmungsapparat mit Luftsäcken ausgestattet. Diese befinden sich in hohlen, mit Luft gefüllten Knochen. Die Luftsäcke haben nur dünne Wände und ziehen die Luft wie Blasbälge ein. Wird ein Huhn beim Halten zu stark zusammengedrückt, könnte sich dies negativ auf die sensiblen Luftsäcke auswirken. Nicht nur beim Huhn, sondern bereits beim Küken ist Vorsicht geboten, damit dem sensiblen Geschöpf nichts passiert. Die Küken setzt man am besten auf die Handfläche und mit der zweiten Hand schützt man das Tier von oben. Damit verhindert man ein Weg­springen.

Für das Einfangen werden die Hühner am besten zurück in den Stall getrieben.  Je nach Fütterungsgewohnheit können einige Weizenkerne genügend verlockend sein. Oft rennen die Hühner für Futter in den Stall zurück. Nützen alle Leckereien nichts, treibt man die Hühner mit langsamen Bewegungen in den Stall zurück.

Ist ein Huhn entflohen und muss im Freilauf oder in einer nicht umzäunten Wiese eingefangen werden, wird es schwieriger. Hektik ist aber auch hier fehl am Platz. Werden die Tiere unruhig oder erschrecken sich, setzen sie in der Regel ihre Flügel ein. Am besten fängt man die entflohenen Hühner zu zweit oder dritt. Treibt man die Hühner gemeinsam in eine Auslaufecke, erleichtert dies das Einfangen von Hand. Dabei werden die Hühner an den Beinen oberhalb des Fusses umfasst.

Eine andere Methode für das Einfangen von Einzeltieren ist der Fanghaken. Mit diesem circa einen Meter langen Metallstab versucht man ein Bein des Huhns einzufangen, damit das Tier nicht weiterspringt. Danach kann es mit den Händen gefasst werden. Leichter geht das Einfangen mit einem Fangnetz. Dieses ist ebenfalls an einem etwa zwei Meter langen Stab befestigt. Das Netz wird über das Tier geworfen, sodass es schnell dingfest gemacht wird.

Auch Hühnerhalter, die mehrere Hundert Tiere haben, gehen nicht anders vor. Sie arbeiten ruhig, aber dafür schnell. Sie fixieren die Tiere an den Beinen oberhalb der Füsse und bringen sie schnell zum Transportbehälter. Für kurze Distanzen können mehrere Tiere gleichzeitig an den Füssen kopfüber getragen werden, denn bei dieser Methode bleiben die Hühner ruhig.

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Kommentare (1)

b.b am 18.07.2016 um 08:09 Uhr
danke

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