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Geflügel

Wärmequellen für Küken

Geflügel | Donnerstag, 28. März 2013, Fabian Schenkel

Frisch geschlüpfte Küken brauchen in den ersten Tagen eine Raumtemperatur von warmen 32 Grad. Mit jeder Lebenswoche kann die Temperatur ein wenig gesenkt werden. Doch welche Wärmequelle ist eigentlich die richtige?

Die früher am meisten verbreitete Wärmequelle war der Infrarotstrahler. Dabei ist die rote Infrarot-Glühbirne in einem speziell dafür entwickelten Lampenschirm mit Schutzkorb montiert. Gemäss der aktuellen Tierschutzverordnung müssen die Küken heutzutage allerdings eine Dunkelphase haben, in der die Lichtstärke weniger als 1 Lux beträgt. Das entspricht der Beleuchtung einer Kerze aus einem Meter Entfernung und ist somit wesentlich dunkler als die Infrarot-Glühbirne. Hätten die Küken ständig helles Licht, könnten sie immer fressen und würden zu schnell wachsen. Das hätte im schlimmsten Fall Deformierungen an Knochen zur Folge, da das Skelett nicht so schnell wachsen würde, wie das Küken an Gewicht zulegt. Da die Tiere aber auch nachts nicht auf Wärme verzichten können, fällt der Einsatz der Infrarotstrahler daher weg.

Der Einsatz von sogenannten Infrarot-Dunkelstrahlern ist laut Tierschutzgesetz hingegen akzeptabel. Hier muss lediglich gewährleistet sein, dass die Tiere am Tag über eine Lichtquelle von 5 Lux verfügen. Der Nachteil von Dunkelstrahlern sind die hohen Beschaffungskosten. Eine neue Birne kostet schnell mal 35 Franken.

Die Verteilung der Küken zeigt, ob die Temperatur im Stall richtig gewählt ist
Die Wärmelampe wird im Stall in einer Höhe von 45 bis 55 Zentimetern über dem Boden angebracht. Ob sie richtig positioniert ist, stellt man anhand der Verteilung der Küken fest. Kuscheln sich die Küken aneinander und stehen sie senkrecht unter der Lampe, ist ihnen zu kühl. Entfernen sich die Küken weit von der Wärmequelle, ist ihnen zu warm. Sind sie aber einigermassen gleichmässig in der Stallung verteilt, ist die Wärmelampe richtig positioniert. Kommt es vor, dass sich die Küken in eine Ecke drängen, herrscht womöglich Durchzug.

Damit die Küken in ihren ersten Lebenswochen genügend Wärme kriegen, ist der Einsatz einer Wärmeplatte eine alternative Lösung. Hier können sich die Tiere verkriechen und fühlen sich so fast so geschützt wie unter einer Glucke. Meist ist die Höhe der Platte regulierbar. Für die frisch geschlüpften Küken beginnt man mit einer Höhe von etwa zehn Zentimetern und steigert diese mit ihrem Heranwachsen. Eine Wärmeplatte von 25 × 25 Zentimeter ist bereits ab 40 Franken erhältlich und reicht als Wärmequelle für bis zu 20 Küken. Dazu gibt es verschiedene Ausführungen, etwa mit einem stufenlosen Temperaturregler oder einer grösseren Platte bis zur Grösse von 40 × 60 Zentimeter.

Eine Steigerung in der Aufzucht von Küken ist das Kükenheim. Darin ist in der Regel die Wärmeplatte schon eingebaut und die Temperatur lässt sich bequem von aussen regulieren. Meist ist die Frontseite mit Gittern und Plexiglasscheiben versehen. So hat man jederzeit den freien Blick zu seinen Küken und kann die Temperatur mit dem Verschieben der Plexiglasscheiben zusätzlich regulieren. Einige dieser Kükenheime haben gleich eine Schublade eingebaut, die das Ausmisten zusätzlich vereinfacht. Die verschiedenen Funktionen und die einfache Handhabung haben jedoch ihren Preis. Mit rund 300 Franken in der Anschaffung ist das Kükenheim die wohl teuerste Lösung.

Die richtige Temperatur für Ihre Küken
1. Woche    32 °C
2. Woche    28 bis 30 °C
3. Woche    24 bis 28 °C
4. Woche    20 bis 24 °C

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