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Das können Sie tun

Brieftaube zugeflogen – was nun?

Tauben | Mittwoch, 22. Mai 2019, Rita Schmidlin

Pünktlich zur Wettflugsaison hat der Zugeflogenendienst Verstärkung erhalten. Nachfolgend einige Erklärungen, auf was geachtet werden sollte, wenn man eine zugeflogene Taube melden möchte. 

Wenn eine Taube zugeflogen ist und sie eingefangen werden kann, ist es wichtig, sich den Fussring genau anzusehen. Mit den Angaben darauf kann man feststellen, ob es sich um eine Brieftaube oder eine Rassetaube handelt. Bei den Brieftauben steht das «CH» als Ländercode, die Nummer der Taube und der Jahrgang. Ausserdem ist noch das Signet vom Internationalen Brieftaubenverband abgebildet. 

Die Brieftauben, die auf Wettflügen eingesetzt werden, tragen einen zweiten elektronischen Ring, auf diesem sollte ein Kleber mit der Telefonnummer des Besitzers sein. Häufig werden deutsche Brieftauben in der Schweiz gemeldet, diese tragen als Ländercode ein DV. Auch diese Tauben tragen einen elektronischen Ring, der Anruf auf die Telefonnummer wird allerdings keinen Erfolg bringen, da es sich um eine Nummer in Deutschland handelt.

Tipps zur Soforthilfe
Auf den Ringen der Rassetauben steht das «CH» als Ländercode, dann folgen die Ringgrösse und der Jahrgang sowie ein Buchstabe für die Gruppe und die individuelle Nummer der Taube und «EE» für den Europäischen Verband. Diese Angaben kann man unter www.zugeflogen.contactus.ch eingeben und erhält so den Besitzer der Taube. Dies gilt nur für Ringnummern aus der Schweiz von Rassetauben Schweiz und dem Schweizerischen Brieftaubensportverband. Für die Ringe von anderen Taubenklubs liegen keine Verzeichnisse vor. Bei Problemen oder Fragen zur Pflege der zugeflogenen Taube stehen die Kontaktpersonen zur Verfügung. Die Farbe des Ringes hat keine Bedeutung, die wechselt jedes Jahr. 

Eine Taube, die sich einfangen lässt, ist sicher müde und hat Hunger und Durst. Wasser kann in einer kleinen Schale gegeben werden, es sollte mindestens bis zwei Zentimeter tief sein, damit die Taube davon trinken kann. Tauben fressen Körnerfutter, jede Art ist geeignet. Reis, das wahrscheinlich in jedem Haushalt vorrätig ist, eignet sich perfekt. Ein Vogelkäfig, ein leerer Kaninchenstall oder auch eine Kartonschachtel, in die man Löcher schneidet, bieten sich als vorübergehende Unterbringung an. 

Rassetauben gehen  selten verloren und sind meist nicht gewohnt, Freiflug zu haben. Bei diesen ist es besser, den Eigentümer zu finden. Bei einer Brieftaube, die sich erholt hat, kann man es wagen, sie fliegen zu lassen. Die Erfahrung zeigt, dass solche Tauben meistens den Weg nach Hause einschlagen. Das wurde vielfach bestätigt, wenn man den Tauben eine kleine Notiz mitgibt und dann die Rückmeldung vom Besitzer kommt.

Kontaktpersonen Zugeflogenendienst

Region Zürich / Ostschweiz 
Paul Künzle
Im Baumgarten 2
8500 Frauenfeld
Tel. 052 730 00 23
E-Mail: paul.kuenzle@bluewin.ch

Region Seeland / Bern / Mittelland 
Christoph Uebersax
Schörlishäusern 36d
3376 Graben BE
Tel. 079 596 89 08
E-Mail: christoph.uebersax@kleintiere-schweiz.ch

Christian Knuchel
Meienriedweg 41
2256 Scheuren BE
Tel. 076 399 16 66
E-Mail: christian.knuchel@kleintiere-schweiz.ch

Region Westschweiz
Alexis Julmy
Au Village 27
1732 Arconciel FR
Tel. 026 413 40 27 oder 079 785 79 76
E-Mail : alexis.julmy@kleintiere-schweiz.ch

Auskunft für Rassetauben erteilt auch:
Tierwelt-Shop
Henzmannstrasse 18
4800 Zofingen
Tel. 062 745 94 65
E-Mail: shop@kleintiere-schweiz.ch

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