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Tauben

Der Tauben-Ausweis

Tauben | Donnerstag, 21. März 2013, Wilhelm Bauer

Durch den Ring erhält jede Taube ihre persönliche Kennung. Zwar gehört die Beringung zum Tagesgeschäft des Züchters, trotzdem sollte man sich darum ein paar Gedanken machen.

Für Aussenstehende gleichen Tauben einer Rasse und eines Farbenschlages einander wie ein Ei dem anderen. Züchter kennen ihre Tiere hingegen ganz genau. Und dennoch schaffen sie mit der Beringung die eindeutige Kennung. Tauben werden dabei geschlossen beringt, wie es in der Fachsprache heisst. Das bedeutet, dass der Ring so gross ist, dass er nur beim Küken über den Fuss gezogen werden kann. 

Bei Tauben ohne Fussbefiederung geschieht dies in der Regel zwischen dem dritten und sechsten Lebenstag. Je nach Rasse ist das Knochenwachstum unterschiedlich stark ausgeprägt, sodass es zu dieser Zeitspanne kommt. Die drei Vorderzehen werden dabei zusammengehalten und durch den Ring geschoben. Die hintere Standzehe wird leicht zum Fuss hin gedrückt, ehe der Ring darübergleitet. Der Ring sitzt dann also am Fuss der Taube.

Bei belatschten Rassen wird der Ring über das Fersengelenk geschoben. Dadurch kann in der Fussbefiederung keine Lücke entstehen. Es ist sinnvoll darauf zu achten, dass sich bereits die ersten Federkiele zeigen, wenn beringt wird. Der Ring sitzt dann fester am Bein. Vor allem in den ersten Tagen besteht nämlich sonst die Gefahr, dass der Ring wieder herunterrutscht.

Grundsätzlich gibt es keine festen Vorschriften, an welchem Fuss man die Taube beringt. Aus der Erfahrung heraus lässt sich aber festhalten, dass Rechtshänder die Taube eher am rechten Fuss beringen und Linkshänder am linken. 

Züchter sollten unbedingt darauf achten, rechtzeitig genügend Ringe zu bestellen
Es ist nicht vorgeschrieben, aber sehr sinnvoll, den Ring so aufzuziehen, dass die Zahlen und Buchstaben auf dem Kopf stehen. Bei einer in der Ausstellungsbox stehenden Taube sieht man die Zahlen also auf dem Kopf stehend. Bei der Handkontrolle wandelt sich dieses vermeintliche Handicap zum Vorteil, weil die Zahlen jetzt ideal zu lesen sind.

Die richtige Ringgrösse steht im Rassenstandard. Oft erlebt man allerdings, dass die Züchter die Ringe nicht früh genug bestellen. Das kann dann zu Schwierigkeiten führen, wenn die Küken schon im Nest liegen. Es ist daher äusserst ratsam, ein paar Ringe mehr zu ordern, als man Jungtiere erwartet, und die Bestellung rechtzeitig durchzuführen.

Ringbestellungen
Die Ringe für Mitglieder von Rassetauben Schweiz sind ab diesem Jahr vom «Tierwelt»-Shop zu beziehen unter: shop@kleintiere-schweiz.ch, per Fax 062 745 94 69 oder telefonisch 062 745 94 65. Wir bitten Sie, Sammelbestellungen zu machen, Porto und Verpackungen werden neu verrechnet.

 

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