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Rassehunde

Der Preis von Welpen aus seriöser Zucht

23 Kommentare Haustiere, Hunde | Donnerstag, 6. August 2015 06:00, Carmen Epp

Wer einen Rassehund aus einer anerkannten Zuchtstätte will, zahlt rund 2000 Franken für einen Welpen. Berechnet man, was der Welpe bis dahin gekostet hat, so bleibt dem Züchter meist nicht mehr viel übrig. 

Wer Unkundigen erzählt, was er für seinen Welpen aus einer anerkannten Zucht bezahlt hat, erntet meist erstaunte Blicke: Wie kann so ein kleines Tierchen nur so viel kosten? Die Frage scheint auf den ersten Blick berechtigt. Bezahlt man in der Schweiz doch für einen Welpen einer vom «Hunde-Weltdachverband» FCI anerkannten Zuchtstätte schnell einmal 2000 Franken – ein Betrag, den man nicht leichtfertig ausgibt und der vermuten lässt: Diese Züchter machen ganz schön Kohle.

Hält man sich aber vor Augen, was der Züchter zuvor in jeden Welpen investiert hat, wird schnell klar: Je seriöser ein Züchter vorgeht, desto eher entpuppt sich die vermeintliche Goldgrube als teures Hobby. Die Anschaffung und Aufzucht des Mutter- oder Vatertiers, die Zucht bis hin zur Abgabe der Welpen an die neuen Besitzer benötigen nämlich nicht nur viel Zeit, sondern auch Geld.

Hundezucht ist eine teure Angelegenheit
Das weiss auch Yvonne Jaussi, Präsidentin des Arbeitsausschusses für Zuchtfragen der Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft (SKG). Züchter von mehr als 250 verschiedenen Hunderassen werden in den über 115 Rassenklubs der SKG betreut und unter strengsten Kontrollen nach FCI-Standards gezüchtet. Damit kennt Jaussi die Kosten, die die FCI/SKG-anerkannten Züchter tragen müssen, ehe sie einen Welpen verkaufen können. Sie ist überzeugt: «Eine goldene Nase verdient sich dabei keiner.» Denn: Wer als FCI-Züchter anerkannt werden will, muss einige Voraussetzungen erfüllen, was die Standards und die Gesundheit der Hunde sowie die Ausbildung angeht. 

Was das finanziell bedeutet, zeigt Jaussi am Beispiel einer Golden-Retriever-Zucht auf. Nicht erst mit der Zucht selber, sondern bereits lange vorher summieren sich die Kosten. Dazu gehört der Kaufpreis der Hündin, mit der gezüchtet werden soll, die nötige Infrastruktur, die Hundesteuer sowie zahlreiche medizinische Untersuchungen, die für die Zuchtzulassung nötig sind. So müssen Hüftgelenke und Ellbogen mittels Röntgenbildern auf vererbte Missbildungen untersucht werden, was mindestens 470 Franken kostet.Auch eine Augenuntersuchung ist obligatorisch, Kostenpunkt: 110 Franken. Hinzu kommen die nötigen Gentests von über 400 Franken. Nicht zu vergessen die administrativen Kosten, die eine Zuchtzulassung mit sich bringt: der obligatorische Mitgliederbeitrag im Rassenklub, der Zwingernamenschutz, die Neuzüchterkurse, die Ankörung sowie die Zuchstättenvorkontrolle schlagen mit knapp 1300 Franken zu Buche. So entstehen dem Züchter Kosten von insgesamt rund 7200 Franken allein für die Zuchttauglichkeit – noch bevor er mit der Hündin überhaupt züchten darf. Hat die Hündin danach drei Würfe, entfallen demnach anteilig auf jeden Wurf 2400 Franken alleine für die Zuchttauglichkeit. 

Hinzu kommen nun noch die Kosten für die eigentliche Zucht. «Auch die zieht einiges an Kosten mit sich», sagt Jaussi. Mit einem Progesterontest wird die Fruchtbarkeit des Hundes erörtert, um den optimalen Zeitpunkt für den Deckakt zu finden. Kostenpunkt: 150 Franken. Ausserdem wird mit Impfungen – beispielsweise gegen Herpes – Unfruchtbarkeit und möglichen Infekten vorgebeugt. Ist die Golden-Retriever-Hündin bereit, schlägt der Deckakt mit einer Taxe für den Rüden von circa 1250 Franken zu Buche. «Da der passende Deckrüde meist aber nicht gleich um die Ecke wohnt, kommen ausserdem Fahrt- und Übernachtungskosten hinzu, und dies möglicherweise gleich mehrmals, falls der Deckakt nicht erfolgreich war», sagt Jaussi. 

Ist die Hündin schliesslich trächtig, wird sie mittels Ultraschall untersucht und vor der Geburt geröntgt. Kostenpunkt: 350 Franken. Wenn die Welpen dann da sind, fällt eine allgemeine Wurfgebühr für den Klub an, sowie je 40 Franken pro Welpe. Bis zur Abgabe der Hunde vergehen mindestens neun Wochen, in denen die Kleinen immer kräftiger und damit auch immer hungriger werden. Rund 80 Franken berechnet die SKG in dieser Zeit fürs Essen eines Golden-Retriever-Welpen. Ausserdem müssen alle entwurmt, geimpft, gechippt und das alles in einem Heimtierpass aufgeführt werden. Kostenpunkt pro Welpe: circa 220 Franken. 

«Gewinn» mit Vorsicht zu geniessen
Ein Wurf mit sieben Welpen kostet am Beispiel des Golden Retrievers also über 7700 Franken. Werden nun alle Welpen für 2500 Franken verkauft, macht der Züchter auf den ersten Blick zunächst Gewinn; abzüglich der Kosten ganze 10 000 Franken. 

«Das klingt im ersten Moment nach einem schönen Batzen», sagt Jaussi, mit einem grossen Aber: Bei Züchtern, die arbeitstätig sind, sind auch die Lohnausfallkosten miteinzubeziehen, die durch die intensive Betreuung während der neun Wochen vor und nach der Geburt entstehen. Kann der Züchter in dieser Zeit nur 50 Prozent arbeiten, investiert er während der Betreuung der Welpen ausserdem einen ganzen Monatslohn. Sodass am Ende der «Gewinn» aus der Zuchttätigkeit nur noch gering ausfällt. Und selbst wenn eine Hausfrau die Arbeit übernimmt, ergibt der Ertrag aus dem Welpenverkauf bei fünf Stunden täglicher Betreuungszeit über neun Wochen berechnet einen «Stundenlohn» von gerade mal 24 Franken. «Reich werden sieht anders aus», sagt Jaussi. 

«Rasserein mit Stammbaum» genügt nicht
Vielerorts werden Welpen zum Kauf angeboten, die gemäss Angaben der Verkäufer rasserein sind und über einen Stammbaum verfügen. Das alleine jedoch ist wenig aussagekräftig, wie Yvonne Jaussi sagt. «Auch wenn ein Welpe rasserein ist – also von Eltern abstammt, die beide derselben Rasse angehören – so sagt das noch nichts über die Welpen aus.» So sei unklar, ob es bei den Vorfahren zu Gesundheits- oder Verhaltens­problemen gekommen ist. Hier kann ein Stammbaum Auskunft geben. Doch auch da mahnt Jaussi zur Vorsicht: Einen Stammbaum kann jeder Züchter selber anfertigen und die Angaben fälschen. «Wenn man dann nachforscht, stellt man fest, dass der als Grossvater eingetragene Rüde eigentlich eine Hündin war.» Bei Stammbäumen der SKG hingegen wird die Herkunft der Hunde genau überprüft und jedes Zuchttier auf seine Gesundheit und sein Verhalten hin regelmässig kontrolliert.
www.skg.ch

Kommt hinzu, dass dieses Beispiel lediglich den Idealfall einer Zucht abbildet. «Wenn es während der Trächtigkeit der Hündin zu Komplikationen kommt, legen die Züchter schnell mal drauf», hält Jaussi fest. So kostet allein ein Kaiserschnitt beim Tierarzt bis zu 2000 Franken. Gehen aus einem Wurf nur drei Welpen hervor, was gerade bei kleinen Rassen oft vorkommt, hat der Züchter mit dem Verkaufspreis gerade mal die Kosten gedeckt. «So bringen selbst verhältnismässig teure Moderassen wie die Französische Bulldogge, für die man bis zu 4000 Franken pro Welpe zahlt, aufgrund der kleinen Würfe und der möglichen Komplikationen bei der Geburt kaum Gewinn.» Und da die SKG pro Hündin ohnehin maximal zwei Würfe in zwei Jahren zulässt, ist eine Massenproduktion mit höherer Gewinnmarche ausgeschlossen.

Kosten sind gerechtfertigt 
Für Jaussi ist deshalb klar: «Nur wer ohne Papiere und in einer Vermehrungsstätte ununterbrochen Welpen produziert, kann als Züchter reich werden – Umstände, die für FCI-anerkannte Zuchtstätten jedoch nicht infrage kommen.» Die Kosten für einen Welpen aus einer entsprechenden Zucht seien demnach durchaus gerechtfertigt, findet Jaussi. «Zumal die Züchter und auch die Tiere wirklich auf Herz und Nieren geprüft werden und man als Welpenkäufer weiss, was man kriegt.» Ausserdem würden Welpen aus nicht FCI-anerkannten Zuchtstätten teilweise genau so viel kosten, trotz fehlender Gesundheits- und Wesenstests. Doch letztlich entscheidet der Welpenkäufer, was ihm sein neuer Begleiter wert ist. 

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Kommentare (23)

Marina am 15.08.2016 um 21:29 Uhr
Tolle geschichte

Jess am 25.04.2016 um 20:04 Uhr
Und deshalb sollte man die Hobbyzucht verbieten! Die, die keine Papier ausstellen wollen. Das ist nämlich wirklich nur Geldmacherei.

kurt findling am 12.04.2016 um 06:49 Uhr
Anbei den Bericht

A. Grau am 26.08.2015 um 11:57 Uhr
Eintrag 25.8.2015, 2045 Uhr: Der Link betreffend Tierschutz ist leider nicht vorhanden. Hier ist er:
http://www.doggennetz.de/index.php?option=com_content&view=frontpage&Itemid=1

A. Grau am 25.08.2015 um 20:46 Uhr
An Werner Frei (Beitrag vom 10.08.2015): Ich habe auch eine Bordeaux Dogge. Die Bordeaux Dogge hat leider eine schmale Zuchtbasis. Züchter, die sich nicht informieren, noch dazu nichts von Vererbung und Genetik verstehen, züchten mit Problemhunden. Es werden zu massige Hunde gezüchtet. Herzprobleme haben 80 % der Bordeaux Doggen, Gelenkprobleme und sehr oft die Veranlagung zu Kreuzbandrissen auch. Eine Bordeaux Dogge ist bis zu einem Alter von acht Jahren einigermassen gesund, dann folgen leider die Altersgebresten meistens Arthrose etc. Bordeaux Doggen reagieren viel zu oft allergisch auf Trockenfutter und interessanterweise auf rohes Rindfleisch. Ich verfüttere Pferdefleisch, welches ich tiefgefroren bestelle. Dazu bekommt meine Hündin Reisflocken mit Früchten und als „Dessert“ grünen Pansen. Weizen ist tabu.

Ich stelle hier einen Link ein von einem Kritiker über die Hundezucht ein. Hier kann man nachlesen, welche Krankheiten den Hunden
angezüchtet wurden. Es soll aber jetzt niemand schreiben, dass Mischlinge besser in Punkto Gesundheit sind. Die Mischung macht’s, will heissen auch hier spielt die Vererbung eine Rolle. http://petwatch.blogspot.fr/
Christoph Jung ist ein rotes Tuch für Züchter, den VDH in Deutschland und den Richtern weil er ihnen endlich einmal den Spiegel vorhält, was abläuft in der Hundezucht. Es lohnt sich, eine Zeitlang in der HP von Christoph Jung zu lesen.

Ein weiterer kritischer Link, dessen Betreiber die Site einstellen musste, weil er und seine Familie bedroht wurden. http://www.charitywatch.de/index.asp?id=989

Und hier noch ein Link, in welchem der Tierschutz hinterfragt wird. Die Betreiberin hat ihre Arbeit auch eingestellt, weil sie ebenfalls bedroht wurde. Sie deckte vor allem Machenschaften von sogenannten seriösen Tierschutzfreunden/Vereinen auf. Es bleibt den Tierfreunden überlassen, wie viel Wahrheit in dieser Seite zu finden ist. Meine Meinung ist, dass eben auch im Tierschutz verdient werden will. Solange für Tierschutz-Orgas/Vereine keine Zertifizierungen bestehen, habe ich in Sachen Transparenz so meine Bedenken.

Felix Julmy am 23.08.2015 um 15:22 Uhr
Hundesport ja....aber.....


....er sollte nicht davon abhängig sein von welchem Club die Papiere stammen.

Das ist eine reine Formsache. Fortschrittlich wäre, anzuerkennen, dass alle Clubs ein und denselben Grundgedanken haben, nämlich dass Hundesport in absolut erster Linie dem Hund Spass machen soll.


Leider ist es zur Zeit noch so, dass der Mensch sein EGO beim Hundesport in den Vordergrund stellt.

Nur weil einer eine Ahnentafel hat von einem Club, der - wie er meint das "non plus ultra" ist.

Das ist Nonsens im wahrsten Sinne des Wortes!

Ein wahrer Hundefreund stellt den Hund in den Vordergrund und nicht den Club, welchem er angehört.


Hundesport


Da gibt es doch tatsächlich Menschen, die meinen - nur Hunde vom SKG und deren Lizenzen sind es wert, und dürfen sich mit Agility oder sonstigen Hundesportarten an Wettkämpfen National und International austoben.

(?)


Denkanstoss

Vereine, Clubs, Lizenzen und dergleichen wurden von Menschen erfunden um Strukturen zu setzen.

Wenn jedoch innerhalb dieser Strukturen der Rückschritt auf Kindergarten - Niveau (die Kinder sind unsicher, unreif und eifersüchtig...) gemacht wird, so im Stil "...ätschi pätschi meins ist besser als Deines... und Du darfst nicht mitmachen" dann kann ich nur den Kopf schütteln.

Die Leidtragenden von diesem Rückschritt sind leider die Hunde.

Dabei ist es ganz sicher jedem Hund egal von welchem Verein, Club etc. er ist. Hauptsache er kann seinen Spass beim Hundesport leben... da haben gewisse Leute anscheinend jedoch ein Problem damit.

Fragt Sie ein Hund ob Sie ein „reinrassiger “ Hundehalter sind? Oder woher sie kommen?

Oder welchem Verein Sie angehören?

Nein?

Ja da muss ich mich fragen ob Hunde oder Menschen intelligenter sind!

Verena am 22.08.2015 um 09:35 Uhr
An Maria: ja das stimmt, es wird viel verbockt durch Hundehalter betr. der Gelenke im Welpen- und Junghundealter, da kann ich Ihnen beipflichten. Aber, wäre dieser Labrador aus einer "nicht SKG Zuchtstätte", da bin ich mir ziemlich sicher, würde es heissen: typisch ist ein Labrador von einem "Dissidenten oder Schwarzzüchter!!" Da würde es sicherlich niemandem in den Sinn kommen, den Hundehalter zu beschuldigen, er hätte es geschafft seinem Hund selbst diese Hüftgelenksdysplasie herbeigefügt zu haben! Meine Hündin mit FCI Stammbaum hat HD C C und meine Hündin aus einer sog. Dissidenten Zuchtstätte hat HD A A !!! Würden Sie da auch mir unterstellen, dies selbst verursacht zu haben?? Beide Hündinnen wurden vom FCI Gutachter ausgewertet, das ist nun mal Fakt! Dies ist meine eigene Meinung.. und diese vertrete ich auch! Mit freundlichem Gruss Verena (Hundehalterin seit 20 Jahren)... Übrigens sei noch zu erwähnen, dass ich beide Hündinnen sehr sehr liebe und sie mir viel Freude bereiten.

maria am 21.08.2015 um 10:07 Uhr
An brigitte-roxaine schärer: Sie wissen schon, dass der Erbanteil an HD- und ED-Erkrankungen nur etwa einem Viertel bis einem Drittel entspricht?
Alle Leute jammern über ihre kranken Hunde, finden es aber in Ordnung, dass diese schon im jungen Alter Treppen steigen, stundenlang spazieren gehen, masslos Bälle zum Apportieren zugeworfen bekommen, aus dem Auto springen usw. Die Liste ist lang, aber diese Verantwortung lehnen Hundehalter grundsätzlich ab. Immer wird alles auf den bösen Züchter abgewälzt!
Für mich sieht das so aus: Die Eltern und Grosseltern Ihres Hundes sind HD-frei. Der Züchter hat Ihnen einen Hund mit besten Voraussetzungen verkauft... und Sie haben es trotzdem irgendwie geschafft, dass Ihr Hund HD-belastet ist!

brigitte-roxaine schärer am 20.08.2015 um 17:15 Uhr
Liebe Verena, Ihren Beitrag habe ich mit grossem Interesse gelesen.
Wir hatten in der Familie einen FCI/SKG Labrador Retriever. Stammbaum: Eltern HD Frei: Grosseltern HD Frei Eltern CHAMPIONS. Kann Ihnen gernen die Ahnentafeln senden.
Unserem Labi wurde mit knapp Jährig eine BEIDSEITIGE hochgradige HD festegestellt....... schön gell?
Entweder beide Hüften operieren Fr. 4000 pro Seite - oder einschläfern. Das kam für uns natürlich nicht in Frage........
Die kleine liebenswürdige Maus ist vor 3 Wochen gestorben mit knapp 14 Jahren......sie konnte die letzten Jahre nur mit Medikamente laufen. Aber sie hatte ein tolles Leben.
Darum danke ich für Ihren Kommentar!

brigitte-roxaine schärer am 19.08.2015 um 19:20 Uhr
Liebe Frau Yvonne Jaussi,
musste über diesen Beitrag schmunzeln.....und nochmals schmunzeln...es gibt CLUBS die sicher mehrere Untersuchungen bei angehenden Zuchthunden durchführen als die SKG.
Aber ihr habt ja "das MONOPOL" und deswegen gehen immer mehr Züchter in andere CLUBS, wo diese geschätzt und nicht schikaniert werden. Leben und Leben lassen und miteinander die Freude haben Welpen aufzuziehen und an liebe und erfahrere Hundeliebhaber zu verkaufen!
Wir haben alle ein Ziel, gesunde Hunde zu züchten.....und glauben Sie mir. Hundezüchter gibt es nicht mehr lange. Da müsste sich die SKG schon etwas anderes einfallen lassen, als monopolisch zu denken und ein MITEINADER zu fördern und nicht ein gegeneinander! Es geht um Tiere....um nichts anderes. Wenn Ihre Bürokraten nicht genug verdienen, tun Sie doch das einfach EHRENAMTLICH!!!!!!!! Dafür sind Tiere für Sie doch vielleicht nicht so wichtig????
Frau Jaussi so lange können Sie gar nicht leben, dass Sie alle Krankheiten bei Hunden erkennen können. Generationen auf Generationen...... kommt immer wieder etwas unvorhergesehenes.......
ich glaube nicht, dass Sie im 18 Jahrhundert schon gelebt haben....und auch die SKG nicht!
Einen lieben Gruss und schönen Tag

Verena am 19.08.2015 um 17:28 Uhr
Ja, seriöse Hundezucht geht ins Geld und wenn man einen Wurf aufegzogen hat, bleibt nicht mehr viel übrig, das ist so. Jetzt kommen wir aber zur Gesundheit der so hoch gelobten SKG/FCI Hunde, gerade erst kürzlich selber gesehen auf einer SKG Homepage, den Stammbaum eines Rüden, der als Deckrüde auserwählt ist für die Zuchthündin, ab den Grosseltern kreuzen sich immer und immer wieder dieselben Ahnen, Väterlicher und Mütterlicherseits, aha.. das soll seriös sein Linienzucht wie das so schön genannt wird!! Was daraus resultiert: ALLERGIEN noch und nöcher.., HD und ED Probleme vom Bestwert weit entfernt etc.. Aber eben man ist ja FCI/SKG Züchter somit ist dies alles entschuldigt..!!??? Da kann man nur noch den Kopf schütteln, traurig!

Denise Gaudy am 15.08.2015 um 14:54 Uhr
Als Züchterin von Hovawarten mit SKG-Papieren (und mit dem GGZ), die ihre letzten Welpen für 1700 Franken verkauft hat, diese 12 Wochen in der Zuchtstätte behält und immer 'mal wieder auch ins Ausland zum Deckrüden fährt, bin ich entsetzt über Yvonne Jaussis Statement, die als Vertreterin von uns Rassehundezüchtern öffentlich den Welpenpreis mit Lohnausfall bzw. Stundenlohn von nur 24 Franken rechtfertigt oder noch die Kilometerkosten für die Fahrt zum Rüden miteinbezieht. Zudem suggeriert Frau Jaussi, dass Rassehunde so ziemlich krank sind – sonst müsste man ja nicht alle diese teuren Untersuchungen machen.
Jedes Hobby kostet Zeit. Freizeit! Und jedes Hobby kostet Geld. Mehr oder weniger. Nur wir Hundezüchter stellen den Anspruch, mit unserem Hobby Geld zu verdienen. So lasse ich mich als Rassehundezüchterin von "meiner SKG-Vertreterin" in der Tierwelt nicht kommentarlos hinstellen. Ich ärgere mich masslos!
D. Gaudy, Hovawartzüchterin "von der Alten Aare" seit 25 Jahren

Meier am 10.08.2015 um 23:20 Uhr
@ Jean Luek
Linienzucht ist keine Inzucht Zucht ! Das Beispiel mit dem OStblock ist einfach pures Vermehren.
Im FCI darf keine Verpaarung Eltern auf Kind, Bruder mit Schwester erfolgen.

Karin am 10.08.2015 um 19:42 Uhr
Ja, super das mal jemand "eine Rechnung" aufmacht.... Nur, wo kommen denn die ganzen Kosten her ?
....obligatorische Mitgliederbeitrag im Rassenklub, der Zwingernamenschutz, die Neuzüchterkurse, die Ankörung sowie die Zuchstättenvorkontrolle....
,,,,fällt eine allgemeine Wurfgebühr für den Klub an, sowie je 40 Franken pro Welpe.,,,

Die entstehen, bei einem "seriösen Züchter" in der Hauptsache durch den Rassehund VEREIN. Diese Vereine sind nämlich wirklich "gewinnorientiert". Hier wird in manchen Vereinen, öffentlich von einer "Marktstellung" gesprochen. Es entstehen Wettbewerbe, welcher Rassehundverein die strengsten Auflagen hat. Der Hund ansich wird vergessen. Manche Vereine "verdienen" so viel, das etlicheSummen in Forschungsprojekte gespendet wird. Das alles ist zwar "nicht verkehrt", nur... wird es letzendlich nur auf die Welpenkäufer abgewälzt. Ein Züchter darf ja nichts verdienen, sein Rassehundverein aber schon. Züchterin Deutschland :)

Werner Frei am 10.08.2015 um 13:23 Uhr
Ich habe heute den dritten Bordeaux-Dogge aus SKG Zucht und aus DKZ Deutschland. Der erste BX hatte Gelenkwerte, dass er eigentlich gar nicht mehr laufen dürfte. Der 2. BX hatte Herzgeräusche die es nicht erlaubten auf grössere Spaziergänge zu gehen ohne dass Zunge und Mundraum blau wurden. Und jetzt der 3. BX musste als Welpe an den Gelenken Missbildungen operieren. Das zu den hochgelobten Zuchtstätten in der Schweiz und dem nahen Ausland. Wir wollten mit keinem der 3 BX-Rüden in irgend einer Form Züchten, hätten es aber begrüsst, wenn etwas Geld zurück geflossen wäre. Für Kauf und OP's haben wir pro Hund 5-stellige Beträge bezahlt. Das ausgegebene Geld dazu beklage ich nicht für einen echten Freund ausgegeben zu haben, was ich beklage sind die Sorgen und Ängest die man um sein geliebtes Tier hat.

Jean Luek am 09.08.2015 um 21:07 Uhr
Wo ist der Unterschied zwischen einem seriösen und einem gewerblichen Züchter? Ich finde es immer schön wenn sich Züchter mit Plaketten von Zuchtvereinen und Organisationen brüsten. Ein seriöser Züchter hält sich an "Spielregeln" zum Schutze des Tieres. Leider gibt es viele Züchter die sich seriös nennen aber auch nicht viel besser sind als manch ein "Vervielfältiger" aus Osteuropa. Hier wird z.B. "Linienzucht" auf deutsch Inzucht betrieben um noch mehr Geld zu verbuchen. Züchter mit mehr als zwei Würfen im Jahr sind für mich keine seriösen Hobbyzüchter mehr. Und das traurige dabei ist, dass Großverbände die schwarzen Schafe kennen und deren treiben kein Einhalt gebieten. Ein seriöser Züchter braucht für mich keine Plaketten, er soll gesunde und nicht überzüchtete Tiere anbieten anbieten. Ganz im Sinne des Tierschutzes.

Snake am 09.08.2015 um 11:39 Uhr
Was man hier auch gern vergisst: die Kosten für die Zuchttauglichkeitsprüfungen fallen auch an, wenn sich herausstellt, daß die Hündin nicht zur Zucht taugt. Außerdem fällt durchgehend Futter für die Hündin an und weitere Kosten, wie Versicherung, Tierarzt, Steuern u.s.w. - die fallen an, egal ob die Hündin gerade tragend ist oder nicht. Ich würde auch nicht die Zeit rechnen, sondern die tatsächlichen Kosten und die können, wenn ein Unfall oder Krankheitsfall auftritt, ganz schnell explodieren.

Anna Plotnick am 08.08.2015 um 21:52 Uhr
Hundezucht ein teures Hobby? Kann doch nicht sein! Der Welpenpreis tilgt ja die Kosten bei gesunden Tieren; wird auch hier so aufgelistet. Und die x-Stunden des Hobbybetreibens wird einem auch immer unter die Nase gehalten . Ein Hobby soll Freude machen und zum Alltags-Stress ausgleichend wirken. Aber hier in der Tiervermehrung als Belastung dargestellt und die entlöhnt werden muss. Papier ist geduldig und wieso mit Tieren vermehren, die nicht mehr alleine gebären können? Wieso brauchen Rassetiere so viele Gesundheitstest? Weil mit der Reinrassigkeit die Genvielfalt verloren geht und Krankheiten gehäufter vorkommen. Der Genpool der Hunderassen wird immer enger; was wollt ihr damit erreichen? Gesunde Hunde? Ich kenne mittlerweile nur kranke rassereine Hunde, die alle ihren stolzen Preis gekostet haben. Könnte der Tierschutz eine solche Rechnung stellen, auch er hat diesen Aufwand bei der Betreuung und Weitervermittlung von Tieren mit einem einzigen Unterschied, dass die Prädispositionen nicht auf teurem Papier stehen und verkauft werden. Und für dieses teure Papier existiert eine weltweite Admin.Blase mit der auch einige ihr Geld verdienen. Was versteht ihr unter Seriosität?

Mark Andreas am 08.08.2015 um 13:55 Uhr
Guter Artikel welcher nachvollzogen werden kann und punkto Kosten/Nutzenrechnung sicher auch korrekt ist. Wie sieht jetzt aber das ganze aus wenn beispielsweise eine Zuchstätte mehrere Mutterhündinnen hat und quasi gleichzeiti - und dies sogar mehrmals pro Jahr mit denselben Hündinnen Welpen aufzieht ? Oder unterschiedliche Rassen im selben "Betrieb" ? Da geht es vorwiegend doch ums Geld, um den Profit und nicht mehr um das Hobby Hundezucht und um das Herzblut. Ganz zu schweigen von den unzähligen von wilden Rassehundezuchten deren Welpen teils auch mit Preisen von mehreren hundert Franken auf dem Markt angeboten werden. Noch schlimmer die Mischlingszeugungen (sog. Bauernhofhunde) welche hierzulande auch sehr häufig anzutreffen sind. (lukrativer Nebenverdienst. Hier sollten die Verbände, kynolog. Institutionen, Gesetzgeber ansetzen und für Ordnung sorgen

Wolfgang am 08.08.2015 um 13:20 Uhr
Tja, dann kann ich allen Gewinnorientierten nur sagen, LASST ES DOCH BLEIBEN! nicht nur, das im Züchtungswahn, Tiere produziert werden, wo Krankheit und medizinisch-chirurgische Eingriffe vorprogrammiert, ja quasi lebensnowendig sind (z.b. Kaiserschnittgeburt für brit. Bulldogge). Oder bei anderen Tieren, die ein Leben lang leiden unter den angezüchteten Modeerscheinungen (siehe Atemprobleme bei verkürzter Schnauze, Hüftprobleme bei veränderten Rücken usw.) . Was hat denn das noch mit Tierliebe zu tun? Und wenn für solch krankhaft veränderten Tiere dann die Rechnungen beim Veterinär steigen, jammern über die Kosten? Wer seinen Hund liebt, macht kein Geschäft mit ihm! Das würde uns bei Menschen ja auch nicht einfallen. Entweder man liebt seinen Hund, so wie er ist, oder man sollte es bleiben lassen. Wer seinen Hund nur als Prestigeobjekt benötigt, ist in meinen Augen krank und sollte keinen Hund bekommen.

Lang Katharina am 08.08.2015 um 08:37 Uhr
Super Artikel, seriös aufgelistet! Danke!!!

Silvia Abegglen am 06.08.2015 um 15:42 Uhr
Vielen Dank für diesen Artikel, der endlich einmal seriös darstellt, was die Zucht guter Hunde kostet. Die Öffentlichkeit sollte viel mehr darüber aufgeklärt werden, welchen, auch finanziellen, Auwand ein Züchter leisten muss, um gesunde, gut sozialisierte Welpen abzugeben.
Silvia Abegglen, Russkiy Toy Züchterin SKG/FCI

Hofer Charlotte am 06.08.2015 um 12:45 Uhr
Toller Beitrag, super ! Viele Laien haben ja gar keine Ahnung. Ich züchte schon seit bald 20 Jahren Langhaarkleindackel mit SKG Papieren. Ich weiss, was da z.T. von sogenannten Wildzüchtern produziert wird, schrecklich !Wenn ich einen kleinen Welpen mit Siegerabstammung für 2100 Fr. abgebe, verdiene ich gar nichts dabei, nicht zu vergessen, die riesige Arbeit.Wenn ich die nur etwas vergütet haben wollte, so müsste ich für einen so gut gezogenen Welpen 3000 Fr. haben ! Aber es ist ja die Freude an den Welpen, des Züchten eines Spitzenhundes, der Spass an der Freude, der mich weiter züchten lässt in einer sehr kleinen, aber feinen Zucht, die Welt-Europa und Bundessieger stellen konnte.Charlotte Hofer,Züchterin SKG

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