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Hunde

Passende Beleuchtung für dunkle Gestalten

Hunde | Freitag, 1. Februar 2013, Niklaus Salzmann

Hundehalter sind mit ihren im Winter oft schon vor Tagesanbruch und bis nach dem Eindunkeln unterwegs. Damit der Spaziergang auch in der Finsternis sicher bleibt, empfehlen sich einige Vorsichtsmassnahmen.

Die gute Nachricht: Hunde finden sich bei schwachem Licht problemlos zurecht. Sie orientieren sich bekanntlich sehr stark über den Hör und Riechsinn und sind damit weniger abhängig vom Sehsinn. Zudem sind ihre Augen besser an spärliche Lichtverhältnisse angepasst, da ihre wilden Vorfahren in der Dämmerung jagten. Die schlechte Nachricht: Menschen sehen nicht gut im Dunkeln. Hundehalter verlieren ihren Liebling rasch aus den Augen, Autofahrer übersehen den Hund und die Leine wird für Velofahrer zur Stolperfalle. Wo immer Verkehr herrscht, gilt deshalb: sichtbar machen!

An käuflichem Zubehör für diesen Zweck mangelt es nicht. Grundsätzlich unterscheiden sich zwei Typen: Reflektoren strahlen ausschliesslich vorhandenes Licht zurück und sind deshalb dort sinnvoll, wo Lichtquellen wie Strassenlampen und Autoscheinwerfer vorhanden sind. Das Angebot reicht von Halsbändern und Brustgeschirren über Leinen bis zu Leuchtwesten. Auch der Gang ins Sportgeschäft kann sich lohnen, da die reflektierenden Bänder, die für Jogger und Velofahrer konstruiert wurden, zum Teil ebenso gut für Hunde geeignet sind. Im Gegensatz zu Reflektoren leuchtet batteriebetriebenes Zubehör immer und überall – solange die Batterien nicht leer sind. Die passende Beleuchtung verhindert nicht nur Unfälle, sondern vermeidet auch Schreckensmomente für Jogger und Velofahrer, da sie den Hund und möglichst auch die Leine schon von Weitem sehen. Zudem kann der Halter seinen Vierbeiner auch überwachen, wenn dieser frei läuft.

Um Feiertage gilt besondere Vorsicht, da Feuerwerk Panik auslösen kann
Ob blinkende Lichter den Hund irritieren, ist bisher kaum erforscht. Halter berichten von guten Erfahrungen, jedoch wird sich die eine oder der andere selber gestört fühlen durch das nervöse Blinken. Womit wir beim Menschen wären. Dessen Sichtbarkeit ist ebenso wichtig, wie die des Hundes. Nebst Leuchtwesten und reflektierenden Bändern sind Stirnlampen besonders praktisch, da die Hände frei bleiben.

Ob der Hund im Dunkeln frei laufen darf, hängt von der Umgebung sowie vom Charakter (insbesondere dem Jagdtrieb) und der Erziehung des Tieres ab. Nicht ratsam sind flexible Leinen, da sie praktisch unsichtbar sind und damit zu gefährlichen Hindernissen werden. An Strassen sollte der Hund an der dem Verkehr abgewandten Seite laufen. Und bei Freilauf gilt um Silvester oder am 1. August besondere Vorsicht: Knaller können panisches Verhalten auslösen. Vor der Dunkelheit selber haben Hunde von Natur aus keine Angst. Ihre Halter aber vielleicht schon. Gerade deshalb empfiehlt es sich, schon Welpen nachts auszuführen, damit sie sich an allfällige Unsicherheiten des Menschen gewöhnen.

Was es zu beachten gilt
Die Vielfalt der Leuchtprodukte ist gross, besonders beliebt sind blinkende Anhänger oder Halsbänder. Vor dem Kauf gilt es, einige Punkte abzuchecken:

  • Einwegbatterien oder aufladbarer Akku?
  • Wie lange halten die Batterien oder der Akku?
  • Wie leicht lassen sich die Batterien auswechseln?
  • Wie wird die Beleuchtung am Hund befestigt?
  • Hält sie gut und lässt sie sich rasch wieder abnehmen?
  • Ist die Beleuchtung regen und schneefest?
  • Bleibt die Beleuchtung auch im Fell eines langhaarigen Hundes sichtbar?
  • Blinklicht oder Dauerlicht oder umschaltbar?
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